Sonntag, 30. Dezember 2007

the limited edition is sold out

hier wohne ich zum beispiel nicht.

ja!
ich wasche gerade alle unterwäsche, die ich besitze. solche sachen werden nämlich erledigt, wenn man wieder einmal was für die uni schreiben sollte. blog-einträge werden verfasst. gedankengänge werden zu pervers. alles geht zu weit. bis man sich hinsetzt und zu blatt bringt, was der dozent lesen möchte. ich muss bei dieser tätigkeit weinen. selbstmitleid ist super, wenn man nichts anderes zu beweinen hat. denn das andere ist alles ok. sich in rotwein ersäufen und gute filme sehen, silvester in einer küche in st. moritz und die dazugehörige dreieinhalbstündige bahnfahrt. it will be better than having my feet licked by jakob ströbek.
und mit diesem gedanken verabschiede ich mich in die waschküche.
ich empfehle auch: "the darjeeling limited". i will take a look for the soundtrack. it nearly killed me, but i survive beautiful things once in a while.

amor y sombra de mi.

Freitag, 14. Dezember 2007

auswärtige angelegenheiten

heute bern. das erste mal in der hauptstadt, eigentlich. schön, eigentlich. erinnert ein bisschen an fribourg.
jedenfalls habe ich mir die ohren zugehalten während ich sehr erfolgreich von a nach b nach c kam. ja, ich habe gute ideen.
auf dem nachhauseweg, im zug, sass ich neben zwei schneezuwandernden burschen in meinem alter. hatten etwa vier zelte und sechs thermoskannen dabei. bevor ich mich der landschaft zwischen bern und zürich widmete, hörte ich ihrem gespräch zu. ich wandte mich ab, als die dikussion sich nicht mehr vom drehmoment wegzubewegen schien. zwei physikstudenten. it was love.
dann schnell andere schuhe anziehen und ins seefeld.
am nachmittag ein besuch in der physiotherapie. mein knetendes fräulein hat mir offenbart, dass sie nicht länger fräulein sein wird und sich zu diesem anlass weisse stiefel sucht ("im schlimmsten fall kann ich dann immer noch zu magic x gehen."). das ganze passiert deswegen so sofortig, weil die dame schwanger ist. sounds like much fun. als ich aus der praxis herauskam, hatte sie mir nicht nur meinen rücken, sondern auch mein singledasein therapiert: ich bin ihr nun für das funktionieren beider angelegenheiten sehr dankbar.

und damit verabschiede ich mich in die strumpfhose.
happy night.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

herzblutzucker

es empfiehlt sich, häuserwände zu fotografieren.

kings of convenience! ich hab sie wieder gefunden. in berlin im saturn am alexanderplatz gekauft erinnert sie mich an berlinberlinberlin. an die gryphiusstrasse 9. liebe marie, wir haben vergangenheiten, mehrere, tausende, mit jeder person eine einzige, aber doch mit jeder person eine ganze, alleinstehende, zusammenhangslose, eine in sich geschlossene welt, die eine vergangenheit ergibt. mit dem kellner in der stammbeiz und mit der besten freundin: vergangenheit heisst prägung durch die umwelt, und kellner und freundinnen sind die umwelt. glücklicherweise. und glücklicherweise zählen auch new york, berlin und münchen zu unserer vergangenheit. zum glück können wir an diese städte zurückdenken und dabei ein bisschen traurig sein. ein bisschen wehmütig und im verborgenen hoffnungsvoll. ich meine: wir schreien unter der dusche! wir weinen im sommer! wir schlafen am mittwoch! wir fliegen absichtlich in die städte unserer vergangenheiten, um zu sehen, was mit uns passiert! mein gott bin ich glücklich um mein herz!

artikel über mercutio im tagi von heute, übrigens.
und kashmir wäre im salzhaus. myspace.com/kashmiryeah

love and nights from me.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

ok


gelegenheitskulturen

gelegenheitsanorexie, gelegenheitslügner, gelegenheitsraucher, gelegenheitssingle, gelegenheitsdepression, gelegenheitsopportunist, gelegenheitsschönheit.
ich muss mich hier schnell aufwärmen, damit ich nachher was nettes in die tasten klatschen kann zum zweck meines zukünftigen supereinkommens. der weg ist nicht das ziel! das ziel ist das ziel!
der weg ist beim sex das ziel, zum beispiel. also meistens. beim sex ist das ziel nur mittel zum zweck, was wieder der weg wäre.
ok ich bin warm, let's show the universitas turicensis what rocknroll is.

love as always.

Montag, 10. Dezember 2007

monday is a day too, be nice to it please

auf meinem pult stehen ein paar glitzrige, giftgrüne schuhe im mini-format, eine plastikfigur von michael ballack und ein plastikhund im supermankostüm. wie es zu dieser konstellation kam weiss ich nicht mehr. sieht so mein unterbewusstsein aus?
den michi find ich in echt nicht so wahnsinnig attraktiv, mag aber deutschen fussball. vielleicht ist er mein gewissen. im sportdress treibt er mir ein schlechtes solches ein. der hund ist natürlich mein "es", also symbolisch für die abteilung "vom lieben gott auferlegte aufgaben etc.". das supermankostüm, indem der hund steckt ist in diesem zusammenhang selbsterklärend. und die schuhe: sind mein phänotyp. the life lived. giftgrün aber federbeschmückt und in ihrem mini-format noch viel zu gross für mich.
soll ich auch dein pult lesen? ruf mich an, ich komme vorbei und sage dir anhand deiner pultdeko, wer du bist. anschliessend folgt die im paket inbegriffene imagekorrektur, da du durch meine pultlesung festgestellt haben wirst, dass du ein bisschen debil wirkst. freu dich! alles wird gut.

musik: "bloodline" von orenda fink (http://www.toolshed-media.com/ts/orenda-fink-bloodline.mp3)
mittagessen: migros stadelhofen
frisur: ganz anständig
zivilstand: alleine im büro
held des tages: das neue carlsberg-tram

Freitag, 7. Dezember 2007

argentina

einmal sportwäsche für mein hirn bitte.
irgendwas hat sich ausgeschaltet seit hamburg. kann man im alter plötzlich autistisch werden?
ich will mich für nichts mehr anstrengen, was nicht in einen direkten und sofortigen profit für mich mündet.
sprich: ich investiere in zeit vor dem spiegel oder ins geldverdienen, aber die uni? mag kein buch mehr aufschlagen, keine zeile mehr schreiben, keine fussnote mehr setzen, mag keine thesen aufstellen um dann sechs seiten zu schreiben, in denen ich zum schluss komme, dass thesen scheisse sind und dass alles alles ist und nichts nichts und dass man zuviel interpretiert und dass die ganze philosophische fakultät nur ein hobby ist von leuten, die nicht gut genug aussehen, um sich sonstwie zu amüsieren.
argentina cries about this recognition. but what can she do about it? she's across the ocean. she can only cry.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

göppel


love on wheels

Mittwoch, 5. Dezember 2007

freu dich, du bist hier!

heute the big brainstorm: nicht, weil ich - wie meine kommilitonin elisabeth - kopfschmerzen hatte vom - angeblichen - föhn (was war zuerst?), sondern weil ein geschenk für unsere kunden hermusste. wir sind ja stilvoll und auch ein bisschen nett und wollten deshalb eine karte und kekse verschicken. da aber die mehrheit der bevölkerung fälschlicherweise davon ausgeht, dass wir innovativ sind, müssen wir uns dieser annahme biegen und überlegten uns deswegen: tannenbaum? ping pong tisch? eine dvd, wo wir drauf "jingle bells" singen? kondome und alka seltzer? eine thermoskanne glühwein? lichterkette? eine compilation? zuckerwatte? ein sack manderinli und ein sack ping pong bälle? mitten im braingestorm fiel uns ein: wir sind keine werbeagentur. eigentlich müssen wir niemandem unsere geistesblitzigkeit beweisen. also gingen wir zurück zum ursprung: karte und kekse.
und sind damit perfekt zufrieden.
weniger ist mehr und damit die frage des abends: was ist kleiner besser? was ist im kleinformat besser? ich hab mir dazu überlegt: kinder, katzen, hunde, silikonbrüste, unterhosen, hörgeräte, wie heisst dieses gemüse, das kinder (und ich) nicht mögen?, inseln.

morgen ist donnerstag!

Dienstag, 4. Dezember 2007

blondie



auf dem nachhauseweg bin ich samichlaus begegnet. er sagte: "guten abend". schmutzli ging neben ihm her und sagte nichts. ich fragte: "wo ist der esel?" schmutzli griff sich an die stirn und wiederholte die frage: "wo ist der esel?" samichlaus haute dem schmutzli eine runter und die zwei setzten ihren spaziergang fort. verstört rannte ich durch den schnee nach hause, wo ich feuer machte und mir ein bad einlaufen liess. nein stimmt nicht.
jetzt hocke ich in der küche und versuche jeglichen kontakt mit dingen, die aus der zentralbibliothek stammen, zu vermeiden. es gelingt mir.
oh! und ich habe mir gestern endlich etwas gekauft, das ich mir schon lange gewünscht habe. die kitty war dabei und hat meinen kauf aber nicht so unterstützt. ich glaube sie mag mich nicht mehr. jetzt wo ich mich mit meinem gestrigen kauf als endgültige proletarier-westwood zu erkennen gebe. wisst ihr, was ich tun werde: zur zelebration dieses kaufes werde ich euch einladen um meinen kauf und neues leben als umgekehrte uma zu begiessen.

Montag, 3. Dezember 2007

in trees

nach dem auslandschweizer kam alles anders. der umgang mit begegnungen veränderte sich. alles wird ent-dramatisiert und dafür rationalisiert, wir sehen taten die für tatsachen sprechen und deuten diese tatsachen mit den realistischsten intentionen. keine tat ohne wille, der dahintersteckt, keine untat ohne unwille, der genauso prägnant dahintersteckt. der auslandschweizer brachte mir vor allem bei, dass man nicht lieben wollen kann. ich würde ihn immer noch genauso sehr lieben wollen, dieser wille wid nie schwinden, aber ich weiss nun, dass ich dieses nicht mit der liebe selbst verwechseln darf.
ich treffe männer und suche in ihnen etwas, ich suche lange und ausgiebig, ich grüble und google und strenge mich an, ich versuche alles zu sehen und alles zu hören, denn vielleicht, denke ich, vielleicht ist was da, das ich liebe. etwas, das den ganzen rest auslösen wird, die flöten und trompeten und später das grosse vertrauen. ich versuche sie zu vermissen, die männer, ich versuche einzuschlafen beim gedanken an ihre nackten körper, aber ich vermisse sie nicht und ich bringe es nicht fertig, von ihnen zu träumen. ich bringe im besten fall eine schmutzige fantasie hin. aber die ist wie eine chipspackung, die man nicht zum zvieri essen sollte, denn: sie sättigt nicht und ist nur eine vorübergehende lösung.
ich liebte alles am auslandschweizer, nur ihn liebte ich nicht.

gute nacht, sage ich.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Donnerstag, 29. November 2007

a girl needs calories

und schuhe und eine badewanne und tulpen und tampons und fussreflexzonenmassagen und sport-bhs und roten lippenstift und ein fahrrad und transparente unterwäsche und einen koffer und teller zum zerschlagen und einen hauptbahnhof und eine bohrmaschine und leuchtstifte und einen persönlichen entsorgungskalender der stadt zürich und einen usb-stick und einen schuhmacher und vorhänge und a good hair life und eine wegwerfkamera und nagellackentferner und kaffee und vollrahm und schlagsahne und käse und brunch und clive owen in "closer" und briefmarken und ein dänisch-wörterbuch und bloody maries und lederhandschuhe und lack-alles und geile dozenten und google und flughäfen und baustellen und die neunziger und die 33 und gute seelen und idioten und ehebrecher und einen guten scheidungsanwalt und den new point und trentemoller und aspirin und haarfärbemittel und wasserlösliche mascara und die hardbrücke.

Samstag, 24. November 2007

da war keine packungsbeilage beigelegt!

die fetten jahre sind geil.

ich weiss ja ganz genau, was passiert, wenn ich zuviel trinke. deswegen überrascht mich meine akrobatik von vergangener nacht nicht. gestern ist den marien, kitty und mir einfach eine besonders hübsche synchronität den alkoholpegel betreffend (und auf die ganze nacht verteilt betrachtet) gelungen. mirakulös fast, fanden wir uns zu trentemoller im wohnzimmer zusammen um unsere unsportlichen körper gegen das parkett zu klatschen. ich lernte einen rothaarigen bühnenbildner kennen, der meinen ersten mann - mercuzio - kennt und martini bianco aus der flasche trank. ich wusste, es würde ein taktvoller zug sein, mich mit ihm anzufreunden. hoffentlich kann er meine nummer lesen.
dann die sache mit dem physiker und das fürchterliche, fürchterliche erwachen. ich bin immer noch in der rekuperation. vodka ist eine schlampe.
jetzt putz ich das bad flitzirutschi.
damit ich nicht so verschwendedeinejugend.ch

mein herzblut spritzt euch ins gesicht.
gute nacht.

Donnerstag, 22. November 2007

Mittwoch, 21. November 2007

evite ser el proximo

il faut amuser la bouche!

ansonsten ist es schon dunkel draussen, ich freu mich auf die 33 nachher. trentemoller und ich verbringen einsame stunden im seefeld. vorher war grad die kitty da und wir haben über unsere uni-liebschaften geredet. in unserem fall heisst das: manchmal schwatzen wir im proseminar mit männern, manchmal auch nicht, aber wir bilden uns auf jeden fall ein, dass sie auf uns stehen. genauso wie wir uns einbilden, dass wir auf sie stehen. das darf theoretisch gar nicht sein, denn: a) sie sprechen (zum beispiel) einen anderen dialekt, b) sie haben (zum beispiel) keinen bartwuchs, c) sie sind arrogante arschlöcher, d) sie tragen (zum beispiel) freitag-taschen, e) sie tragen (zum beispiel) polo-pullis. die schlussfolgerung: die uni muss uns sehr, sehr langweilen.

wir sind echt dazu verdammt, in jeder situation nach dem next best thing zu streben. oder bin das nur ich? wenn man eine beziehung eingeht, tut man das also nur, weil man glaubt, auf einen sehr grossen raum bezogen the best thing gefunden zu haben. bis man des anderen belehrt wird. bis man sich selbst eventuell den raum erweitert (man fährt nach kopenhagen) oder man eine schicksalhafte begegnung macht, der dem bisherigen "best thing" seines territoriums (also dem freund, der freundin) konkurrenz macht.

it's a bitch.

Sonntag, 18. November 2007

i am the highway

im slavischen seminar lauern viele perverslinge.

liebes team, willkommen im sonntagsclash, heute moderiere ich, wie könnte es anders sein, denn wie ich dem jürg gestern an der klassenzusammenkunft erklärt habe, geniesse ich etwas wie eine natürliche autorität. ergebt euch! es ist sonntagabend und die stimmung ist rundherum ein federbeschmücktes lila herzilein. ich habe vorhin an der langstrasse meinen tutor gesehen, bei dem ich morgen in der herrgottsfrüh einen super kurs besuchen werde. leider ist es nicht einer jener tutore, der in meine "juror tutor crème d'or"-sammlung reinpasst. wie ich eventuell schon erläutert habe, ist der montagmorgen-tutor der mit dem schwedischen fussballnationaltrikot und den darunter sich abzeichnenden zwei brustwarzenpiercings.
ja, die langstrasse war eine von vielen stationen, die kitty und ich heute abend besucht haben. unser allsonntagabendliches pläuschle wird bald im züritipp aufgeführt werden. es ist eine perle in meiner tristen alltagskultur. wir jammern meistens, kitty und ich, sonntagabend, und essen dazu pizza für 7.90, dann gehen wir hand in hand auf stadtrundfahrt und treffen hie und da einen unserer zahlreichen ehemänner, die wiedereinmal mit anderen tussis unterwegs sind, schauen darüber hinweg und trinken eine heisse ovi. heute abend hat sich an dieses programm noch ein besuch der waschküche angeschlossen, wo ich meinen mitbewohner traf, der ganz dringend aufs klo musste und mich also alleine unter der badenerstrasse zurückliess. ich weinte, raffte mich auf, beendete meine sportwäsche und kletterte ganz langsam die treppen zur wohnung hoch, in der hoffnung, javier - der fiktive argentinische architekturstudent - würde aus seiner fiktiven wohnung heraus- und in mich hineinstolpern. la boca = der mund.
salut und danke fürs zuschauen, morgen moderiert wieder die hunziker.

Donnerstag, 15. November 2007

juror tutor crème d'or


was haben diese dinge gemeinsam, ausser meine auf sie fokussierten gelüste?

floralp


in winterthur hat's gewindet.

zum glück bin ich nicht mehr da. die kurzfilmtage waren schlecht organisiert, mein lippenstift hingegen nicht. der einzige mensch, der mich am festival interessiert hat, war der juror. der eine juror. nicht der finnische, der schweizer juror. not a sweet face, not a pretty face, but a good face. und eine schöne art. und eine grusige freundin, natürlich, wenn das seine freundin war mit ihm in der bar. kurze haare und zu burschikos. ich guckte über die trennwände hinweg zu ihm rüber, weinend, weil ich den text nicht verstand, den ich da las, für die uni. er schaute rege zurück, grüsste mich später auch im gang, als wir alleine waren.
er ist eine öffentliche person, es wäre nicht schwierig, ihn ausfindig zu machen.
aber ich lass ihn in ruhe. er braucht mich nicht. und ich habe jetzt eh grad zuviel schlagsahne gegessen und bin somit zu dick für ihn geworden. aber: es ist einfach die allerbeste idee, schlagsahne im kühlschrank zu haben, allzeit. es macht mich sozusagen glücklich, schlagsahne in meiner reichweite zu haben. dick und glücklich - das eine geht nicht ohne das andere.
und der kreative input des tages kommt aus dänemark: www.myspace.com/faggetfairys
über faggetfairys.blogspot.com kommt ihr zu einem ART REBELS link: anschauen! und wir dachten, wir hätten hirn.
mal schauen, was das gebäck der marie mit mir anstellt. wenn ich in zehn tagen nichts neues gebloggt habe, bitte massnahmen ergreifen. (diese massnahmen beinhalten nichts, was man im beate uhse kaufen kann - gerne ein anderes mal!)

Mittwoch, 14. November 2007

ich bin das produkt

bestätigte ich, nachdem mich der tessiner sprecher gefragt hatte, ob ich das produkt sei oder von der agentur.
ich gefiel mir als "das produkt", ich erfülle nämlich viele attribute auch, die ein produkt erfüllen soll, wenn es auf den markt kommt.
ihr auch, oder? wir sind alle massentauglich, wenn's sein muss, und es muss die meiste zeit sein. musste zum beispiel heute sein, als ich mit einer thurgauerin diskutierte.
jetzt ist es dunkel draussen und hier hat's nichts zu essen. deswegen trinke ich übersüssten sirup und google menschen, die nicht einmal wissen, wie ich von hinten aussehe.
ansonsten werde ich von philosophie-studenten ignoriert, confetti ist krank und die marie - ja was macht die marie? kitty arbeitet viel und hat im internet ein verschollen geglaubtes video von ihrem ehemann gefunden. wenn ihr es auch sehen wollt, gebt bei youtube.com "dr. alban" ein. ist er nicht schnüsig?
so, jetzt wird noch eine halbe stunde mit tontechnikern telefoniert und dann mach ich hier den laden zu, bonne soirée und liebesgrüsse aus der pfütze neben dem see.

Montag, 12. November 2007

enemies come closer

freunde. ich kehre nach einer zeit der selbstsuche zurück zum laptop: wer bin ich denn nun?
diese frage beantwortet euch gerne der mann, der gestern im 3-tram war: sie trug eine fellmütze und roten lippenstift.
das marienkränzchen heute war delightful und sehr ausländisch. wir hockten mit diesen herren über sechzig und diesen bauarbeitern in einer seitenstrasse des seefelds neben einer tankstelle und es war paris. marie fand spass daran, ihre gesichtsmuskulatur in ganz neue gefilde einzuführen. confetti schaute begleitend zu unserem kafiklatsch lächelnd ihre brüste im wandspiegel an. die bedienung haben wir in einer talkshow angemeldet. thema: ich bin zu nett für diese welt.
das marienkränzchen und the kitty feiern im moment das stadium "nein, unser leben ist nicht langweilig". ein bisschen krankhaft. wir haben alle zu viel zu tun. wir sind zu weit weg voneinander, das seefeld und albisrieden und die uni: HELIKOPTER! dass trams zu langsam sind, wissen wir, aber dass sie doof sind, haben wir heute festgestellt. man fährt an diversen hübschen und interessanten teilnehmern des weltgeschehens vorbei und ist dabei eingeschlossen im tram, der soundtrack: schreiende kinder und im moment auch russische spesenabrechnungen.

jetzt muss ich mich in eine zumutbare garderobe schmeissen, denn ich habe heute zu tun: mann aus 3-tram finden und ihm sagen, dass ich ihn liebe.

wünscht mir glück.

Sonntag, 4. November 2007

280

im moment habe ich die allerwenigste lust, hier was reinzuschreiben. aber ich tu's für die disziplin.
die hatte ich vor allem gestern! ich bin stolze kopfschmerzenfreie ex-gastgeberin der gestrigen boum. und es war langweilig. nüchtern zu bleiben ist himmeltraurig. entweder ich geh nie wieder an eine party oder ich trinke das nächste mal auch in kombination mit antibiotika.

Montag, 29. Oktober 2007

the bigger awakening


und es ist montagmorgen, ja! das seefeld ist immer noch eine wüste, wo sind die cowboys?
meine strümpfe sind violett und ich friere an die beine.
das wochenende. es war überraschend. ich bereue, es nur mit meinem unzurechnungsfähigen selbst und nicht noch mit einer kamera aufgenommen zu haben. der vergangene samstagabend sollte massstab für alle samstagabende sein. dreckig aber ehrlich.
ich finde "gangbang ohne sex" eine gute beschreibung. and the gang banged. confetti meinte, wenn sich die gang wieder sähe, würde das in einer orgie und unter der dusche enden. ich finde: nein, das konzept "ohne sex" hat eigentlich auf die dauer ganz gute überlebenschancen.
man kann sich fragen: ist sowas ok? sollte ich mich fragen: war es ok? muss ich mich schämen? sollte es mir peinlich sein, dass ganz zürich mir beim simultanen rumknutschen mit diversen teilnehmern zugeschaut hat? oder sollte ich daraus lernen? (frauen küssen besser.)
wie erwähnt, ich finde es ehrlich. ich finde mich und die diversen teilnehmenden ehrlich, die samstagabend das taten, was ihnen der liebe herrgott selbst auferlegt hat: balzibalzi. wir haben nichts zu verlieren und alles zu gewinnen. das dürfen wir nicht vergessen. die wahrheit wird früh genug kommen. and then you should believe it.

believethetruth.com

Dienstag, 23. Oktober 2007

the big sleep

vorhin steh ich so an der nürenbergstrasse und warte auf meine liebste 33, da fährt ein töffli an mir vorbei. mit einem pizzawärmekasten hinten drauf. mit einem "L" hinten drauf. mit einem BE-nummernschild. eine selbstbewusste person!
selbstbewusstsein spürten auch confetti und ich heute unter der polyterrasse - nur leider ist dieses selbstbewusstsein unserm richtigen empfinden nach fehl am platz. langsame menschen, menschen mit unlesbaren schriftzügen auf ihren kleidungsstücken (ich werde den schriftzüge-ausnahmefällen einen extra blogeintrag widmen.), latte macchiatos, menschen, von denen man weiss, dass das ihr einzig "lässes" trainerjäggli ist, wirtschaftsstudenten. wer geht da noch in den zoo?
ich geh auch nur in den zoo, wenn ich einen ernsthaftigen anflug von etwas sturm und drang ähnlichem habe und mich dabei ein blonder mann mit costume national schuhen begleitet. für solche momente sind übrigens wegwerfkameras erfunden worden.
ahja, und da es bekanntlich nimmer so stürmt und drängt für den costume national, möchte ich meine fürchterlichkeit ein bisschen reger im kafischnaps verbreiten. da habe ich heute einen mann gesehen, der mich auch gesehen hat. er trug eine brille und einen mantel, trank espresso und - war nichts lustiges. mir war langweilig.

und jetzt schenkt euch noch ein glas vollmilch ein, gute nacht.

Sonntag, 21. Oktober 2007

im tagimagi

artikel über mads mikkelsen. centerfold-bildli kills me.
disfruta.dk

now you get me down

es läuft "again" von archive.
und so ist es. ich komme sonntagabend nach hause von einem wochenende - wo? wo war ich? you're killing me again. das ist ein selbstgespräch. ich habe gedacht und gehofft, dass ich mich jetzt anders fühlen würde. jetzt, am sonntagabend. jetzt, nach einem wochenende in einem fremden bett, in fremden händen. ich habe gedacht, das fremde würde zu was bekanntem werden, aber es bleibt fremd.
und deswegen muss ich doch hier einen strich ziehen.
hier muss ich mir sagen: ich habe dem fremden eine chance gegeben. ich habe mir eine chance gegeben. und nichts ist passiert. ich fühle mich unbegehrter denn je, nach diesem wochenende voller begehren und begierde, alles war da, alles war gut, alles fühlte sich mehr als gut an, und nichts davon bleibt. nichts davon ist geblieben. es haftet nicht an mir. es haftet nicht an ihm. wir sind bloss zwei weitere verlorengegangene. zwei aneinander verlorengegangene. gescheiterte.
wird noch ein solches wochenende kommen? es soll nicht. es macht mich körperlich ganz, ganz hilflos. ich bin müde. ich bin traurig.
ich fühle mich krank.

und jetzt bitte alle mal lächeln.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

nachher hör ich auf.

ist jetzt wirklich jemand mit einem gelben volvo und einem an dessen fenster klebenden zettel "wanted: good woman" vorbeigefahren?

so i'm gonna buy a gun and start a war, if you can find something worth fighting for.

dotcom

es ist nachmittag. halb vier, ich brenne eine dvd nach der anderen und hoffe, dass last.fm etwas blutiges spielt. bin alleine hier und es passieren männer mit gereinigten hemden das büro, in lange plastikhüllen gepackt, ich hätte auch darauf kommen sollen, einen cleaning store aufzumachen.
oh, disc wants to eject. i let it eject. hello.
auf dem nachhauseweg werde ich mir endgültig eine verdammte platinblonde perücke kaufen. ficken könnt ihr euch. wirklich. ich mag nicht länger. ich werde jeden tag älter. ich werde jeden tag selbstreflexiver (?) und werde es mir darum in zukunft nicht mehr erlauben können, wildfremden menschen zu sagen, dass ich in sie verliebt bin. das tut man nicht. man schreibt auch keinen männern telefonnummern quer über ihre körperteile, das tut man nicht. auch nummer in hand drücken. alles schon praktiziert und gespürt, fuck paragliding!
ok, athlete, wires. das ist nett von last.fm.
wieso gehen männer transformers schauen oder ins "training" (was versuchst du zu verstecken? deine unfähigkeit, mich zum lachen zu bringen?) anstelle einer besichtigung der hardbrücke by night? sind meine ansprüche so vermessen? hoch? schräg? unangebracht? ich weiss nicht ob ich sex will, liebe, ich weiss nicht was ich will, aber ich will sehen, dass du nicht tot bist. dass du weisst, wo man briefmarken kauft. wie man cds brennt. wie man anruft und fragt: "wie geht's?". ich will wissen, dass du weisst, dass du mich anfassen darfst. am paradeplatz.
fuck paragliding.

und nach albisrieden: wann geht der flieger?

if you can't open it with your hands, try it with your teeth.

dachte sie, und führte die packung dvd-r zu ihrem munde hin.

Montag, 15. Oktober 2007

cry for me argentina


i have a blitz problem. und was ich auch noch sagen wollte: adieu vegetarismus.


heute bin ich so müde, dass ich mich quasi betrunken fühle. ich lalle. ich kann nicht gerade stehen. ich schaue fremden menschen lüstern in die augen. ich will im bus meine schuhe ausziehen.
schlaf und essen sind die einzigen zwei dinge, die einen beständigen wert haben. sie werden nie an letzterem verlieren, egal wie scheisse es uns ansonsten geht. es ist immer, immer schön, in ein luxemburgerli zu beissen. so wie es immer, überimmer schön ist, zu schlafen, wenn man müde ist.
ich hatte am albisriederplatz gerade noch genug sensationsgeilheit (ich weiss, ich verwende dieses wort hier nicht kontextgerecht. aber es soll jetzt so sein.), obiges foto zu schiessen.
und an alle schlafenden: this is the real shit.

Sonntag, 14. Oktober 2007

früchtchen


wer kommt mit?

dies ist eine hommage an meine schönen freunde.
liebe freunde! ich freu mich über euch. ich freu mich auf euch, erfreue mich an euch, finde euch freundlich. discoteca brillianza im wohnzimmer oder raclette mit pink-roten blumen auf dem tisch, nächtliche hardbrücke-fanclubs und anti-masturbationsgruppierungen. die frage "was machen wir?" existiert nicht. denn die antwort: "wir fahren jetzt in einen anderen kanton und schauen, was passiert." eilt latent voraus und ist gedankengut eines jeden schönen freundes von mir.
die gemütszustände, die aufeinandertreffen, sollten nobelpreise für akrobatik erhalten - wir sind müde, aufgeregt, betrunken, in paris, schön, lüstern, streng, rot, barfuss, am abwaschen.

und in alle himmelsrichtungen: love.

coffee and calories


wo ist denn nun das weite, teil 2.

sonntagmorgendliche laune in meinem zimmer, ich trinke bouillon. nachher geh ich ins bett und steh wieder auf, um mit meiner mama zur confettimama zu fahren, mit confetti.
im elften stock des locherguts raucht ein herr und schaut über zürich. wie sieht es von da oben aus? ich bin den geleisen nach nach hause gegangen, es prangte ein graffiti vor dem zugtunnel und unter dem lochergut: "schöns züri". ja, heute morgen war zürich gut zu mir. gutmütig, nachsichtig, bemutternd.
ist einfach ein bisschen doof so an der badenerstrasse wird man schnell für eine nutte gehalten. um 08:00 mit hohen absätzen und einem kleinen handtäschchen, dass mir um den arsch herumbambelt.

und nach albisrieden: des amours.

Freitag, 12. Oktober 2007

Donnerstag, 11. Oktober 2007

ich wäre ein guter diktator!

ich habe kein geld und vor allem habe ich prinzipien! ich gebe kein trinkgeld, wenn ich an der bar bestellen muss! und ich unterstütze keine arbeitslosen! wenn man in der schweiz arbeitslos ist, hat man selbst ein problem - das system ist es sicher nicht! es ist idiotensicher! ich möchte diesen gedanken nicht weiter ausformulieren müssen!
und trotzdem habe ich heute verdammte 10.- für scheisskekse ausgegeben, die mir ein arschloch auf der strasse - im seefeld - angedreht hat! der typ hat keinen job, kann aber verkaufen wie der mediamarkt! gut, man muss auch sagen: ich bin selber blöd! ICH BIN SELBER BLÖD! hätte ja einfach sagen können, dass ich studi und so, dass ich lieber sushi fresse als seine scheissvollkornkekse, dass ich prinzipien habe, und dass zu diesen prinzipien gehört, keine arbeitslosen zu unterstützen! dieses arschloch hat meine prinzipien hintergangen und jetzt bin ICH pleite und muss auf der badenerstrasse kekse verkaufen gehen!

Dienstag, 9. Oktober 2007

zürich, hardbrücke


pretend that you love me


marie die magd schaute ganz verdutzt, als confetti ihr den namen ihres lieblings mittelalter-pornos bekanntgab. ich richtete meine brüste auf und griff nach mehreren m&m's gleichzeitig. wir werden nämlich ab heute von selecta gesponsert. am limmatplatz wurde der vertrag unterschrieben, wir schrien insbrünstig halleluja.
jedenfalls sagte dann confetti: komm, ich will dir jetzt das transformers-tattoo auf meinem arsch zeigen. ich: jaja, komme gleich. confetti: nein jetzt.
also liessen wir marie die magd alleine zurück und sodann in der toilette eingetroffen befahl ich: hosen runter, sofort. confetti meinte dazu: nein, komm, wir nehmen eine kabine, da kann ich absitzen, wenn ich lachen muss. ich: ok. confetti und ich schliessen uns also in eine kabine, etc.
marie die magd hatte in der zwischenzeit einen plan ausgeheckt: denn als wir zurückkamen, stand sie mit roberto blanco auf dem tisch und sang "my heart will go on". wir glaubten ihr nicht.
später, auf der hardbrücke, als wir alle unsere hosen wieder anhatten, verliebte ich mich. es geschah sehr schnell. ich bin sehr verliebt. wo bist du?

und nach albisrieden: many love.

Montag, 8. Oktober 2007

is there such a thing like a bad hair life?


oh really?


i'm eating cereal because there's nothing else to eat here and i don't feel like another bar of dark cooking chocolate. i've watched a movie, done laundry, made phonecalls. and i rehearsed my paper in the office, this afternoon. i felt like a talkmaster, i felt good. i think i'd be a good talkmaster, very talkative, asking questions that sound incredibly intelligent when they really aren't. that's how i do things anyway. make them seem incredibly intelligent. but the truth is, i'm just a master of disguise.
so the cereal's gone - what do i do now? rehearse again? will i be overdressed if i wear a tight, pink skirt to hold my paper tomorrow? when the thing is: this one time i really got into what the paper's on. it's about a director. with a really unspectacular name, i really don't know how i got into him and his life. his films are too long. and they're political.
i'll be happy tomorrow evening, when everything's over, when tuesday let's me go to bed and wait for wednesday, which will not be very different from today or tomorrow, but just another day. why does the following day always seem so much more promising? and why do i keep thinking, every day: i'll do it better tomorrow. i'll buy that nice mirror tomorrow. i'll write her a postcard tomorrow. i'll wear my purple stockings tomorrow.
i'll wake up tomorrow.

Sonntag, 7. Oktober 2007

ich mag hellgrün



an der darauffolgenden strassenecke stand ein sommersprossiger blöndling, der mich grüsste. ich konnte mich bei ihm nicht entscheiden: penner oder segeltörn? manchmal verwischen sich die feinen unterschiede und ich stehe wie heute aufgeschmissen meinen neunten sinn suchend vor einem anständigen menschen und weiss nicht, was ich mit seinen schuhen anfangen soll.
ich sagte "hallo" und ging weiter.

Samstag, 6. Oktober 2007

kbh

die strassen sind lang, der tag unerschöpflich, überall licht und menschen hinter tresen, von denen man glaubt, sie hätten heute ihren ersten arbeitstag. sie lächeln und sprechen gutes englisch, dann spricht auch der tischnachbar gutes englisch und auf einmal tanzt man in einem klub an einer langen strasse mit einem blonden, lustigen mann zu bedeutend weniger lustigen musik, aber es ist lustig. man gibt dem blonden mann und seinen anhängern wirre namen, an die man sich dann lachend erinnert - diese übernamen, diese anhängerschaft, dieses nächtliche pläuscheln mit dänischen akrobaten, die das wunderbarste englisch aller zeiten sprechen - das ist es einfach. wir werden uns auch immer so an die lange strasse zurückerinnern, als wäre sie aus lego von uns selbst gebaut worden, als wir noch nüchtern waren.

logik.dk

home


"this girl has inner beauty"


freitagabende sind gut, denn freitagabende sind freitagabende und nicht samstagabende.
das xenix ist eine hurerei, prostitution, wo man hinsieht.
ich bin so glücklich, da zu wohnen, wo ich wohne. hier ist es gut. der auslandschweizer hatte einen schriftzug über seinem tisch hängen: "nowhere like this place." das tönte für mich wie die liebe.
wo ich schlafe, ist wo ich mich sicher fühle. wo ich mich zu schlafen entscheide, ist, wo ich vertrauen hinstecke. und bei uns zu hause hing ein bild: "home is where the heart is." tut man nun das herz dahin, wo das zuhause ist, oder geht man dahin, wo das herz ist?
das problem ist, dass unsereins gerne mal ein paar herzen in der weltgeschichte herumstreut, um dann möglichst berechtigt "home is where the heart is" auszuführen. wegzugehen. zu verschwinden. ich komm zu dir.

die hurerei ist das ehrlichste gewerbe der welt.

liebesgrüsse aus meinem bett.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

do armed robbers have love affairs?

ich weiss es nicht. sie sollten es! mit mir und den andern.
heute habe ich mads mikkelsen posing for h&m entdeckt. ich weiss noch nicht wie ich es anstellen werde, aber meine kinder werden ihm ähnlich sehen.
heute abend: "shortbus" und "essen bis wir einschlafen", zitat confetti. meine freunde mögen es, wenn ich sie zitiere. sie sagen ja auch wichtige dinge.
was sind denn nun diese wichtigen dinge? was interessiert uns? dazu ist mir heute spontan eingefallen: bornholm. inseln interessieren mich. spezifisch solche in kühlen meeren, vor allem solche, auf denen mein ex robin hood in wolford herumgetümpelt ist.
wenn meine mama den mads im nzz folio, übrigens, sieht, wird sie mich sofort anrufen: "HAVE YOU SEEN WHO IS MODELING FOR H&M THIS SEASON!"

armedrobbersshouldhaveloveaffairslikecrazy.co.uk

Dienstag, 2. Oktober 2007

der kinderwagen


wo ist denn nun das weite?

sonntag. ich möchte noch schnell auf sonntag zu sprechen kommen. ich bin ein bisschen im verzug, doch in der zwischenzeit ist eh nichts spannendes passiert ausser ein neues duschgel, also: sonntag.
wir waren müde, wir hatten nicht geschlafen, denn vor sonntag war gekommen: samstag. wir entschliessen uns zu einer expedition ins grüne und hohe. der koch beschrieb unser vorhaben so: "wir fahren hier mal ein bisschen rum, suchen einen hügel, fahren da rauf, steigen aus, stehen auf dem hügel, steigen wieder ein und fahren nach hause."
und genau so war's. perfekt. wäre zuoberst auf dem hügel tatsächlich ein selecta-automat gestanden - ich hätte ihn (den hügel) zum paradies deklariert.
zum abschluss hüpften einige von uns barfuss durch die heide.
das kann man auf dem bild leider nicht erkennen.
trotzdem und somit spreche ich den sonntag heilig. es war wie eine kindheitserinnerung, die wir eben da kreierten. und uns so im kopf bleiben wird. als kindheitserinnerung. aus einer zeit, wie marie, confetti, der koch und elettra noch klein waren.

Sonntag, 30. September 2007

the blood in your mouth



wir und die herrgottsfrühe: immer noch hungrig und durstig und ohne tisch.



zum anlass marie's älterwerden haben wir uns alle betrunken. die nachwirkungen freuen herrn und frau seltzer und mich irgendwie auch. samstagnacht war eine schöne nacht. whitney hat gesungen, die marie lief mit der kamera rum, confetti machte in roten kleidern dehnübungen, die bündner lieferten eine wassermelone und lots of peculiar action on the dancefloor, ich balancierte vodkaflaschen zwischen meinen beinen - alles in allem eine sauglatte fete.
heute wurde angestrengt versucht, den abend und die nacht mittels gedächtnisfetzen irgendwie logisch zu rekonstruieren - mission impossible, die zweiunddreissigste.
was wir wissen: wir waren böse. wir waren hungrig und durstig und unermüdlich wunderbar.

Freitag, 28. September 2007

take it!

dusty springfield's "piece of my heart" läuft in endlossschlaufe. this is the way i love my friday afternoons. zuerst sushi mit la bomba, viel telekommunikation mit kameraassistenten und dann so ein tolles lied, für immer und ewig. heute abend treff ich eine alte kunstturn-freundin zum trinksport und anschliessend hoffe ich doch sehr auf eine zusammenkunft der drei elektrischen.
meine mutter meinte zu meinem treffen mit der turnfreundin: "do you remember the time you hated her?" "no!" "you used to hate her. hated that she had become so green... alternative, wearing long dresses and stuff." "oh, right, i did hate her, then. i guess we've all stabilized." ich befürchtete sie würde mir erzählen, ich hätte die turnfreundin zu ermorden versucht, so wie ich das damals bei so einer klassischen "rahel" im kindergarten auch probiert hatte. "you don't remember? you tried to, like, strangulate her... with your hands."
"take another little piece of my heart now baby... break it! break another little piece of my..."
neben dem büro stehen übrigens mindestens hundert bauarbeiter! und ich arbeite bekanntlich in einem glaskasten (es ist hier drinnen kälter als draussen.)! ES IST LUSTIG! ich koch mir tee, schau dem kran zu und dem polizisten, der seinen töffhelm noch anhat - der kran hat keine bewilligung, dazustehen! ein saustall.
und jetzt noch einmal: "come on, come on, come on... take it! take another little piece of my heart now baby!"
ich bin glücklich.

Donnerstag, 27. September 2007

je vous regrette


ok, er hat die carte blanche.



heute t-shirt mit aufdruck: "fick dich, du bist definitiv im weg." die stimmung ist rundherum rosig, quasi, um präzise zu sein. die arschlöcher im tram werden nicht schneller und die bedienung in der videothek nicht besseraussehender. es ist zum schreien. wisst ihr, wenn denn die idioten wenigstens ein nettes äusseres hätten! es wär ihnen vieles vergessen. du darfst dir hundert jahre zeit nehmen, die 17-liter-zürisäcke unter dem förderband hervorzukramen, bist du das heilige produkt einer biologisch komplizierten begegnung zwischen clive owen und mads mikkelsen. ich bin gerne tolerant! lass es mich sein du misslungenes stück fleisch!
mütter mit kleinkindern, alte menschen, schwangere - alle zuhause bleiben! ich will nichts ins tram hinein bugsieren, ich will meinen sitzplatz nicht hergeben und ich will nicht lächeln!

ich hoffe, bis morgen habt ihr euch gefickt und seid mir definitiv nimmer im weg. das t-shirt muss in die wäsche.

übrigens: maria, es ist donnerstag - wir treffen später sune, den finanzminister und den psychisch angeschlagenen, der mich ignorierte - bring deine gummistiefel, ich bring meine, wir gehen ins vega.

always love.

Mittwoch, 26. September 2007

en kaerlighedshistorie


habe ich geschenkt bekommen.


in einem dänischen film habe ich einmal etwas sehr interessantes gesehen. ich wollte es sofort nachmachen.
da war ein mann, da war eine frau. sie hat ein alkoholproblem. geht in die rehabilitation, kehrt zurück, hat zusätzliche dachschäden, trinkt, geht fremd. dann das schönste bild aller zeiten: ihr ehemann kommt sie am darauffolgenden morgen abholen. seine frau steht nur mit einer daunendecke bekleidet vor einem hochhäuserkomplex. ihr ehemann geht zu ihrem loverboy hoch, haut ihm eine runter und verschwindet mit seiner frau in einem grossen volvo. auf dem nachhauseweg haben die beiden eine relativ grobe auseinandersetzung. er schlägt sie. schnitt. sex. schnitt. sie kommen aus dem hotel raus, fahren weiter nach hause.
eine der besten sexszenen überhaupt. dabei geht es mir weniger um die sexszene selbst als um die beweggründe dafür.

energie ist energie ist energie.

Donnerstag, 20. September 2007

vorhänge


das haus gegenüber von meinem - darin wohnen verschiedene bärtige männer. alle dunkelhaarig und alle ständig in holzfällerhemden. deswegen habe ich es zu meinem hobby gemacht, jeweils in fensternähe und topless zu bügeln. diese fern-pornographie ist praktisch: man muss sich nicht mal gross schminken, man sieht eh bloss die umrisse. das funktioniert auch umgekehrt. gestern abend, es hatte schon eingedunkelt, bin ich zufällig an meinem fenster vorbeigekommen, da erblickte ich im zweiten stock von gegenüber einen mann und eine frau, im bett sitzend, er streicht ihr übers haar. dann streicht er ihr übers gesicht. sie vergräbt ihr gesicht in seiner schulter. er hält ihren kopf in seinen händen. sie hockt wieder auf und der mann und die frau schauen sich an. ich drehte mich weg. das hat mich ein bisschen überrumpelt. ich war gerade dabei gewesen, eine zwiebel anzubraten, und dann seh ich sowas. ich setzte mich auf den bettrand und schaltete auf leerlauf. ich hörte in der küche die zwiebeln zischen. auf dem weg in die küche schaute ich nochmals nach dem mann und der frau.
manchmal fühle ich mich so ordinär.

Mittwoch, 19. September 2007

unfertig

kitty hat mir die haare geschnitten. heute habe ich gemerkt - total asymmetrisch. i will hunt you down.
jetzt weiss ich auch, wieso mich die männer ignorieren: kitty hat mir die haare geschnitten. wobei das mit dem ignorieren schon früher begonnen hat. so als ich ins gymi kam.
die tradition der männlichen weltbevölkerung, mich zu ignorieren hat auf meiner seite nichts anderes bewirkt, als dass ich mein von ihnen abhängiges selbstwertgefühl durch massenhaft arroganz zu kompensieren versuche.

happily ever after, that is me.

Montag, 17. September 2007

rucksacktourismus


in diesem baum bin ich aufgewachsen.


heute in der migros war ein mann, der denselben rucksack trug wie ich. fjäll raven, er schwarz, ich blau, er noch beim gemüse, ich schon lange bei den kohlenhydraten. als ich ihn jedoch sichtete, peperoni und alles, beschloss ich, so zu tun, als würde ich tatsächlich eine avocado für 2.90 kaufen. er bemerkte mich nicht. also ging ich weiter. ein typ mit wägeli kam mir entgegen. brille, nett, lächelt mich an, aber - du kaufst kaum für deine fussballmannschaft ein du faules architektenschwein, sondern für deine familie. never trust a guy with a wägeli.
an der kasse erblickte ich den anderen fjäll raven nochmals. er hatte sogar einen helm dabei! ich verliebte mich augenblicklich und packte meine dann-doch-nicht-kohlenhydrate so ungeduldig in meinen blauen fjäll raven ein, dass ich bei weitem vor meinem goldjungen mit einpacken fertig war. scheisse. also stand ich noch ein wenig in der eingangshalle der migros wengihof rum (très à la mode), um dann zuzusehen, wie mein rucksackseelenverwandter, ohne mich wahrzunehmen, aus meinem leben verschwand.

als ich zu hause ankam, merkte ich, dass ich vergessen hatte, coke light zu posten.
so machte ich mich also auf den weg in den coop am albisriederplatz.

die wirtschaftsstudenten


die uni hat wieder begonnen. das finden wir nur lustig, wenn johnny dieselben kurse besucht, wie wir. seit wir ihn vor einiger zeit unseren kommilitonen nennen durften ist er aus unseren herzen nimmer entschwunden. unser zusammmenstudieren dauerte bedauerlicherweise bloss ein semester. seither - the big search party.
während wir mitschrieben und anstrichen schaute ich unzählige male auf und zu ihm, dachte an die schönen locken, die unsere kinder haben würden. ich überlegte mir, ob es sehr verwerflich wäre, während der grossen pause im lichthof sex zu haben.
vor den weihnachtsferien sprach er dann zu mir. es war einer dieser momente, in denen man sich nackt wünscht. er sprach zu mir und ich sprach zurück, sagte so etwas wie: "elettra." - stieg über die tische zu ihm hinüber und es war ein moment, in dem ich gerne nackt gewesen wäre.
danach sah ich ihn nie wieder.
johnny, wo bist du?
auch ohne ihn, das semester muss ok werden, ich werde viel tupperware mit viel schweinereien füllen und mit den marien unsere headquarters unter die polyterrasse verlegen.

frage in die runde: was machen wir mit den wirtschaftsstudenten?

Samstag, 15. September 2007

"es war so kalt."


dieses foto ist gut.

gerüstebau


paw hat gesagt: gerüstebauen ist der bestbezahlte job beim bau. kann ich mir vorstellen. und paw verdient beim gerüstebauen so viel geld, dass er es sich leisten kann, anständig drogen einzukaufen. als ich ihn sah, im vega, hatte er morphin geschluckt. gegen die zahnschmerzen. er kiffte. der mann ist fantastisch, ich habe ihn auf der strasse in kopenhagen kennengelernt. "what do you do?" "scaffolding." ein englisches wort, das ich mir sonst nie hätte merken können. ich denke oft einfach: "scaffolding."
die maria sagt's richtig, er sieht ein bisschen böse aus, paw, wie ein kleiner junge, der die puppe seiner schwester angezündet hat. nur in gross und mit gras.

neben meinem büro bauen sie also ein gerüst, ich schaue zu und denke über diesen beruf des gerüstebauers gut nach.

weststrasse


da waren wir heut nacht. wobei - die anderen sind immer noch da, ich hab mich ums eck nach hause verzogen. monsieur croc fand, mein verschwinden seie eine schande für die familie. das kann sein, allerhöchstens, aber verpassen tu ich nichts.
alles gute leute, bestimmt, aber nichts im vergleich zum norweger gestern. oder zu einem abendessen des marienkranzes. ich amüsier mich nicht. ich kämpfe mit meinem lippenstift und überlege, ob es sehr dämlich wäre, nur wegen grüntshirt in der küche ein bier zu holen. meistens entschliesse ich mich in solchen abendlichen, rotlicht-nahen momenten für eine ultimative dämlichkeit meinerseits, und lasse also jeweils alles stehen und liegen (inklusive la famiglia) und geisterfahre nach hause.

ich habe schon jetzt ein schlechtes gewissen, weil ich weiss, dass ich morgen lange schlafen werde.
erinnert mich daran, dass ich "fear and loathing" an den besitzer retournieren muss.

Freitag, 14. September 2007

klatsch the gas


seit kürzester zeit ist mir offiziell erlaubt, gefährlich zu sein: das strassenverkehrsamt hat mir einen führerschein ausgestellt. ich freue mich, wenn man mir vertrauen schenkt.
jetzt macht die marie auch noch ihren schein und dann sind wir komplett ausgerüstet und nichts kann uns bremsen. ausser sehr kleine kinder. die marie sieht man übrigens oben im bild. ich habe heute meinen briefkasten nach ihr benannt. es war eine schöne taufe! das catering war super.

the north face


gestern bin ich nach hause geradelt wie sonst nur der ritter radeln kann. flitziflitzi.
es war ein mann in unserer wohnung. ein neuseeländer, völlig verwirrt, ich habe selten so langsames englisch zu hören bekommen. dann kam ein deutscher, der selbsternannte "christoph aus bayern" - etc. wohnungsbesichtigung. ich glaube, ich werde auch ohne freies zimmer bei uns in der wohnung wöchentlich solche castings durchführen. mit immer schöneren anforderungen an den, ja, zukünftigen mieter: du hast schon mal in norwegen holz gehackt und bist nebenberuflich fussmasseur. idealerweise bist du im vorstand von absolut.
auf jeden fall tauchte dann irgendwann später am abend ein freund meiner dänischen mitbewohnerin auf - ein norweger. ob ich mit auf ein bier käme? dafür sähe ich gerade nicht gut genug aus, fand ich. ob ich trotzdem mit auf ein bier käme? ok. multiplizieren wir das eine bier mit einer beliebigen zahl und schauen, was passiert: besoffen rede ich eben doch am besten dänisch. der norweger hat mir von seinen schokolade-anfällen erzählt. eine spannende krankheitsgeschichte. beginnt in den neunzigern. aber im normalfall seien es zwei tafeln pro tag. bevorzugt ab 70 % kakao.
später wollten mich die beiden überreden, dem skandinavischen ruderclub von zürich beizutreten. meine neugierde wurde durch sporadische kommentare über trunkene saunabesuche um 3 uhr in der früh massiv bestärkt.
ich überleg's mir. bedingung ist, dass man eine skandinavische sprache spricht. ich werde mich heute abend erneut betrinken und also dänisch üben.
this is multitasking.

Donnerstag, 13. September 2007

die verantwortlichen

mein quasi-ex-freund hat eine neue freundin. das freut mich. es beschreibt den lauf der dinge. zumindest seinen lauf der dinge, weil ich hier merke, dass unsere läufe der dinger sich nicht decken.
bevor er mich kennenlernte, hatte er eine freundin. lange sache, hätten sich irgendwann aus langeweile und seiner idee des "laufes der dinge" fortgepflanzt. was sie nicht taten, da ich eines verrückten tages lächelnd in ihr leben trat. am gleichen tag noch beschloss er, sich dem lauf der dinge hinzugeben, und das hiess in jenem fall: nach helsinki fliegen, sich von langjähriger freundin trennen um mit mir nackte tatsachen auszukundschaften. es war aufregend. es war schön, immer war es schön, und immer war alles eingebettet in viel tränen und briefe, fotos von einem blonden mann und einer dunkelhaarigen frau lagen auf meinem nachttischchen, drei monate lang. bis ich eines tages merkte, dass das weinen nicht mehr rahmenveranstaltung, sondern hauptevent geworden war. ich trennte mich. unter der hardbrücke. es war früh am morgen. jemanden am morgen zu verlassen ist absurd. es ist die falsche tageszeit. doch wer geht schon am abend? in der nacht? von der nacht denkt man: die darf ich noch haben. die darf ich mir noch nehmen. das ist noch inklusive. ich habe erst auf morgen früh gekündigt. scheisse, wie wir uns selbst verarschen, pausenlos.
es vergingen drei monate in denen wir nicht miteinander sprachen. einen monat lang glaubte ich: ok, das war's. hier bleibe ich stehen, den rest meines lebens. ich stellte mich auf eine chronische depression ein.
die logische überlegung rechtfertigte meine depression nicht und deswegen entschliess sich mein kopf zur besserung. ich verlasse dich = i don't cry over you and get depressed = steh zu deiner entscheidung, die hast du nicht aus spass getroffen.
was meinen zustand jedoch sehr gut beschrieb, war der viel spätere kommentar meiner mitbewohnerin über ihren ex-freund: "i'm fine, i'm over him. he was the one who left me. so he is the one who has to live with the decision of leaving me his entire life. whereas me - i only have to accept. accept his decision, which he is responsible for, and he knows that."
jedenfalls verwandelte sich meine depression in gleichgültigkeit, und in diesem zustand befinde ich mich ever since. "na und?" - genau so.
und jetzt kommt der blonde mit einer neuen. fünf monate nach mir. er sprang von seiner ex zu mir. er springt von mir zur neuen. vielleicht geht es für ihn nur so weiter. bis er einmal die kraft hat, jemanden von sich aus zu verlassen? ohne versprechende neue perspektiven? ich hoffe es. dann kann er alleine sein. ganz alleine. alleine, weil er sich dafür entschieden hat. das ist das einzig wahre alleinesein und deswegen auch obligat, mindestens zwei mal im leben. jemanden ehrlich verlassen um anschliessend anständig zu pausieren. seine entscheidungen gelten und auch schmerzen lassen.

es irritiert mich leicht, dass er eine neue hat. natürlich.
wobei, wenn ich ehrlich bin, ist es mir gleichgültig.

seefeld


das seefeld bringt mich um. und es ist schwierig, von einem toten totgeschlagen zu werden. denn was ich weiss: das seefeld lebt nicht. es passieren dinge, die niemanden interessieren. es ist ein dorf, kaff, irgendwie ans bellevue angehängt. auch die trams auf der seefeldstrasse machen nicht mehr als geradeausfahren. bezeichnend fürs seefeld: zwei tramlinien, zwei buslinien, und die ganze scheisse fährt nichts anderes als geradeaus.
ich arbeite hier. sehe jeden tag die gleichen mütter mit den gleichen kindern in immer neueren buggies. die sandwiches in den vitrinen sehen schön aus, die portionen sind kalkuliert, die bedienung frisch ab bauernhof, scheint es einem. dialog zwecklos. sowieso sind die menschen, die das seefeld bewohnen, kommunikationsbehindert. entweder sie sprechen nur babysprache oder dann englisch, weil sie mal in einem englischsprachigen land studiert haben. und während sie mit ihren kindern viel englisch-babysprache üben, tümmeln sie sich in den bioläden des seefelds, kaufen sich handseife und laufen geradeaus wieder nach hause. von dort rufen sie ihre männer und freundinnen an und erzählen ihnen, dass sie neue handseife gepostet haben. manchmal gehen die seefelder kaffeetrinken. in einem der cafés, die alle zum selben enterprise gehören.
es lohnt sich auch gar nicht, über diesen tümpel zu schreiben. für jetzt ist diese milieustudie abgeschlossen. bis ich des anderen belehrt werde. abgeschlossen.