Sonntag, 30. Dezember 2007

the limited edition is sold out

hier wohne ich zum beispiel nicht.

ja!
ich wasche gerade alle unterwäsche, die ich besitze. solche sachen werden nämlich erledigt, wenn man wieder einmal was für die uni schreiben sollte. blog-einträge werden verfasst. gedankengänge werden zu pervers. alles geht zu weit. bis man sich hinsetzt und zu blatt bringt, was der dozent lesen möchte. ich muss bei dieser tätigkeit weinen. selbstmitleid ist super, wenn man nichts anderes zu beweinen hat. denn das andere ist alles ok. sich in rotwein ersäufen und gute filme sehen, silvester in einer küche in st. moritz und die dazugehörige dreieinhalbstündige bahnfahrt. it will be better than having my feet licked by jakob ströbek.
und mit diesem gedanken verabschiede ich mich in die waschküche.
ich empfehle auch: "the darjeeling limited". i will take a look for the soundtrack. it nearly killed me, but i survive beautiful things once in a while.

amor y sombra de mi.

Freitag, 14. Dezember 2007

auswärtige angelegenheiten

heute bern. das erste mal in der hauptstadt, eigentlich. schön, eigentlich. erinnert ein bisschen an fribourg.
jedenfalls habe ich mir die ohren zugehalten während ich sehr erfolgreich von a nach b nach c kam. ja, ich habe gute ideen.
auf dem nachhauseweg, im zug, sass ich neben zwei schneezuwandernden burschen in meinem alter. hatten etwa vier zelte und sechs thermoskannen dabei. bevor ich mich der landschaft zwischen bern und zürich widmete, hörte ich ihrem gespräch zu. ich wandte mich ab, als die dikussion sich nicht mehr vom drehmoment wegzubewegen schien. zwei physikstudenten. it was love.
dann schnell andere schuhe anziehen und ins seefeld.
am nachmittag ein besuch in der physiotherapie. mein knetendes fräulein hat mir offenbart, dass sie nicht länger fräulein sein wird und sich zu diesem anlass weisse stiefel sucht ("im schlimmsten fall kann ich dann immer noch zu magic x gehen."). das ganze passiert deswegen so sofortig, weil die dame schwanger ist. sounds like much fun. als ich aus der praxis herauskam, hatte sie mir nicht nur meinen rücken, sondern auch mein singledasein therapiert: ich bin ihr nun für das funktionieren beider angelegenheiten sehr dankbar.

und damit verabschiede ich mich in die strumpfhose.
happy night.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

herzblutzucker

es empfiehlt sich, häuserwände zu fotografieren.

kings of convenience! ich hab sie wieder gefunden. in berlin im saturn am alexanderplatz gekauft erinnert sie mich an berlinberlinberlin. an die gryphiusstrasse 9. liebe marie, wir haben vergangenheiten, mehrere, tausende, mit jeder person eine einzige, aber doch mit jeder person eine ganze, alleinstehende, zusammenhangslose, eine in sich geschlossene welt, die eine vergangenheit ergibt. mit dem kellner in der stammbeiz und mit der besten freundin: vergangenheit heisst prägung durch die umwelt, und kellner und freundinnen sind die umwelt. glücklicherweise. und glücklicherweise zählen auch new york, berlin und münchen zu unserer vergangenheit. zum glück können wir an diese städte zurückdenken und dabei ein bisschen traurig sein. ein bisschen wehmütig und im verborgenen hoffnungsvoll. ich meine: wir schreien unter der dusche! wir weinen im sommer! wir schlafen am mittwoch! wir fliegen absichtlich in die städte unserer vergangenheiten, um zu sehen, was mit uns passiert! mein gott bin ich glücklich um mein herz!

artikel über mercutio im tagi von heute, übrigens.
und kashmir wäre im salzhaus. myspace.com/kashmiryeah

love and nights from me.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

ok


gelegenheitskulturen

gelegenheitsanorexie, gelegenheitslügner, gelegenheitsraucher, gelegenheitssingle, gelegenheitsdepression, gelegenheitsopportunist, gelegenheitsschönheit.
ich muss mich hier schnell aufwärmen, damit ich nachher was nettes in die tasten klatschen kann zum zweck meines zukünftigen supereinkommens. der weg ist nicht das ziel! das ziel ist das ziel!
der weg ist beim sex das ziel, zum beispiel. also meistens. beim sex ist das ziel nur mittel zum zweck, was wieder der weg wäre.
ok ich bin warm, let's show the universitas turicensis what rocknroll is.

love as always.

Montag, 10. Dezember 2007

monday is a day too, be nice to it please

auf meinem pult stehen ein paar glitzrige, giftgrüne schuhe im mini-format, eine plastikfigur von michael ballack und ein plastikhund im supermankostüm. wie es zu dieser konstellation kam weiss ich nicht mehr. sieht so mein unterbewusstsein aus?
den michi find ich in echt nicht so wahnsinnig attraktiv, mag aber deutschen fussball. vielleicht ist er mein gewissen. im sportdress treibt er mir ein schlechtes solches ein. der hund ist natürlich mein "es", also symbolisch für die abteilung "vom lieben gott auferlegte aufgaben etc.". das supermankostüm, indem der hund steckt ist in diesem zusammenhang selbsterklärend. und die schuhe: sind mein phänotyp. the life lived. giftgrün aber federbeschmückt und in ihrem mini-format noch viel zu gross für mich.
soll ich auch dein pult lesen? ruf mich an, ich komme vorbei und sage dir anhand deiner pultdeko, wer du bist. anschliessend folgt die im paket inbegriffene imagekorrektur, da du durch meine pultlesung festgestellt haben wirst, dass du ein bisschen debil wirkst. freu dich! alles wird gut.

musik: "bloodline" von orenda fink (http://www.toolshed-media.com/ts/orenda-fink-bloodline.mp3)
mittagessen: migros stadelhofen
frisur: ganz anständig
zivilstand: alleine im büro
held des tages: das neue carlsberg-tram

Freitag, 7. Dezember 2007

argentina

einmal sportwäsche für mein hirn bitte.
irgendwas hat sich ausgeschaltet seit hamburg. kann man im alter plötzlich autistisch werden?
ich will mich für nichts mehr anstrengen, was nicht in einen direkten und sofortigen profit für mich mündet.
sprich: ich investiere in zeit vor dem spiegel oder ins geldverdienen, aber die uni? mag kein buch mehr aufschlagen, keine zeile mehr schreiben, keine fussnote mehr setzen, mag keine thesen aufstellen um dann sechs seiten zu schreiben, in denen ich zum schluss komme, dass thesen scheisse sind und dass alles alles ist und nichts nichts und dass man zuviel interpretiert und dass die ganze philosophische fakultät nur ein hobby ist von leuten, die nicht gut genug aussehen, um sich sonstwie zu amüsieren.
argentina cries about this recognition. but what can she do about it? she's across the ocean. she can only cry.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

göppel


love on wheels

Mittwoch, 5. Dezember 2007

freu dich, du bist hier!

heute the big brainstorm: nicht, weil ich - wie meine kommilitonin elisabeth - kopfschmerzen hatte vom - angeblichen - föhn (was war zuerst?), sondern weil ein geschenk für unsere kunden hermusste. wir sind ja stilvoll und auch ein bisschen nett und wollten deshalb eine karte und kekse verschicken. da aber die mehrheit der bevölkerung fälschlicherweise davon ausgeht, dass wir innovativ sind, müssen wir uns dieser annahme biegen und überlegten uns deswegen: tannenbaum? ping pong tisch? eine dvd, wo wir drauf "jingle bells" singen? kondome und alka seltzer? eine thermoskanne glühwein? lichterkette? eine compilation? zuckerwatte? ein sack manderinli und ein sack ping pong bälle? mitten im braingestorm fiel uns ein: wir sind keine werbeagentur. eigentlich müssen wir niemandem unsere geistesblitzigkeit beweisen. also gingen wir zurück zum ursprung: karte und kekse.
und sind damit perfekt zufrieden.
weniger ist mehr und damit die frage des abends: was ist kleiner besser? was ist im kleinformat besser? ich hab mir dazu überlegt: kinder, katzen, hunde, silikonbrüste, unterhosen, hörgeräte, wie heisst dieses gemüse, das kinder (und ich) nicht mögen?, inseln.

morgen ist donnerstag!

Dienstag, 4. Dezember 2007

blondie



auf dem nachhauseweg bin ich samichlaus begegnet. er sagte: "guten abend". schmutzli ging neben ihm her und sagte nichts. ich fragte: "wo ist der esel?" schmutzli griff sich an die stirn und wiederholte die frage: "wo ist der esel?" samichlaus haute dem schmutzli eine runter und die zwei setzten ihren spaziergang fort. verstört rannte ich durch den schnee nach hause, wo ich feuer machte und mir ein bad einlaufen liess. nein stimmt nicht.
jetzt hocke ich in der küche und versuche jeglichen kontakt mit dingen, die aus der zentralbibliothek stammen, zu vermeiden. es gelingt mir.
oh! und ich habe mir gestern endlich etwas gekauft, das ich mir schon lange gewünscht habe. die kitty war dabei und hat meinen kauf aber nicht so unterstützt. ich glaube sie mag mich nicht mehr. jetzt wo ich mich mit meinem gestrigen kauf als endgültige proletarier-westwood zu erkennen gebe. wisst ihr, was ich tun werde: zur zelebration dieses kaufes werde ich euch einladen um meinen kauf und neues leben als umgekehrte uma zu begiessen.

Montag, 3. Dezember 2007

in trees

nach dem auslandschweizer kam alles anders. der umgang mit begegnungen veränderte sich. alles wird ent-dramatisiert und dafür rationalisiert, wir sehen taten die für tatsachen sprechen und deuten diese tatsachen mit den realistischsten intentionen. keine tat ohne wille, der dahintersteckt, keine untat ohne unwille, der genauso prägnant dahintersteckt. der auslandschweizer brachte mir vor allem bei, dass man nicht lieben wollen kann. ich würde ihn immer noch genauso sehr lieben wollen, dieser wille wid nie schwinden, aber ich weiss nun, dass ich dieses nicht mit der liebe selbst verwechseln darf.
ich treffe männer und suche in ihnen etwas, ich suche lange und ausgiebig, ich grüble und google und strenge mich an, ich versuche alles zu sehen und alles zu hören, denn vielleicht, denke ich, vielleicht ist was da, das ich liebe. etwas, das den ganzen rest auslösen wird, die flöten und trompeten und später das grosse vertrauen. ich versuche sie zu vermissen, die männer, ich versuche einzuschlafen beim gedanken an ihre nackten körper, aber ich vermisse sie nicht und ich bringe es nicht fertig, von ihnen zu träumen. ich bringe im besten fall eine schmutzige fantasie hin. aber die ist wie eine chipspackung, die man nicht zum zvieri essen sollte, denn: sie sättigt nicht und ist nur eine vorübergehende lösung.
ich liebte alles am auslandschweizer, nur ihn liebte ich nicht.

gute nacht, sage ich.

Sonntag, 2. Dezember 2007