Samstag, 31. Mai 2008

will take pictures today

gestern überall flüssigkeiten, im himmel wie auf erden. irgendwann war ich besoffen genug, dass mich das biertrinken nimmer störte und irgendwann hörte es auch auf zu regnen. die stolze-wiese wurde wieder begangen, das arme, grosse zelt leerte sich, in zwischenzeit hatten sich alle einen angetrunken, die band konnte kommen.
sie kam, sie spielte gut, sie begleitete unsere gefühlszustände da oben recht passend. unsere blicke schweiften, wir drehten uns in kreisen, grollimund und kitty waren sich über die musik irgendwie immer einig: "chakra!"
irgendwann war dann meine schwester weg und auch meine freunde waren gegangen und drum zog ich mit drei lustigen, sehr grossgewachsenen burschen weiter durch die nacht, den hügel runter, also vor allem die kinkelstrasse runter. bis wir an einer wohnungsparty vorbeikamen, die man durch die fenster durch stattfinden sah und hörte, und zu der wir uns dann auch einfach mal einluden. der grossgewachsene mit dem v-ausschnitt suchte instinktiv die badewanne, wir drängten uns durch eine wirklich sehr, sehr gut besuchte wg-party, er wurde fündig und wir waren wieder mit bier versorgt. die leute an der party waren jedoch alle recht uninteressant bzw. unattraktiv, deswegen rannten wir weiter zur mata hari bar, wo wir marie minnengesänge flüsternd vorfanden.
der rest ist nicht so spektakulär, aber ich sollte weniger trinken und mir einen anderen namen zutun.

Donnerstag, 29. Mai 2008

zucker und blut

hört euch die mal an. tiger lou. vor allem: the loyal. dieser junge hier singt die lieder. wieso müssen schweden ihre franseln immer so... machen?


ich muss mal ein bisschen blut verkostproben. ich muss mal was interessantes schreiben. das ist ja alles pathetische scheisse hier, bringt mir nichts und euch nichts und es geschieht nichts. ich sitze nur wieder hier und schreibe und schreibe. und den nerv und/oder das selbstbewusstsein, so einen "what-i-wore-today"-blog zu machen, hab ich wirklich auch nicht. das wäre auch neben meiner intention. ich will schon schönes aufzeigen und über dummes und hässliches herziehen, aber ich muss das in einer anschaulicheren weise tun. ist ja schon so, dass leute gerne bildli anschauen. von lebensstilen in form von essen, schlafen, ausgehen, rumknutschen. ist schon spannend zu sehen, seh ich auch gerne, drum lese ich andere blogs (niotillfem.devote.se, fopsanddandies.blogspot.com oder thestreetswalker.blogspot.com).
als ich gestern mich in einem gestürme der neuen wellen befand - für die filmgeschichte lernte - dachte ich: die haben's auch einfach getan. die franzosen. waren zwar buben aus gutem hause, aber die brauchten auch nicht mehr als eine kamera und ein paar andere buben mit kameras, stiften und ein paar guten espressi. along came some pretty girls who did some dirty talk et voilà. was will man mehr sehen? die filmemacher der nouvelle vague machten glücklich. sie vergriffen sich nicht in die politik, sie wurden selten zu expressionistisch, und immer behielten sie dieses charmante: "fick dich my name is jean-luc"-ding.
dasselbe mit der schrift: eigentlich kann man immer und überall plakatieren. die scheisse hält zwar wahrscheinlich bestenfalls einen tag, depending on where you stuck it, aber man kann botschaften anbringen in diesem zürich. man kann sich als dekorateur betrachten. man kann dinge wie: "are you too lazy to say no?", "fuck you you're easy", "write it down, say it loud, play it again" überallhinschreiben. überallhin. uns sind die werkzeuge zur kommunikation gegeben. let's use them. in all the languages we know, in all the beauty we want to achieve.

saturday night and sunday morning


heute filmgeschichtsprüfung. ich weiss nicht. auswendiglernprüfung. wieso aber fragt ihr was zu "prima della rivolzione"?. da muss man nichts fragen, der film ist einfach nur völlig überbewertet. der regisseur, bertolucci, wäre gescheiter maler geworden, da müsste man sich seine vermeintliche geilheit wenigstens nur in form einzelner bilder = so lange man will, anschauen. ja egal. bertolucci ist weg. aber der rote ist auch weg. ich bin erstaunt darüber, dass der trotz seines häufigen fehlens die prüfung geschrieben hat. auf jeden fall war ich vor ihm fertig und draussen und stand so noch ein bisschen dumm an der tramhaltestelle rum. er kam irgendwann raus ausm RWI und rauchte etwa drei zigaretten. ein baum verdeckte ihn leicht, aber das muss so sein, denn er bewegte sich nicht weiter als einen meter von der tür des RWI weg. ich überlegte: soll ich zu ihm hingehen? wenn ich das täte, was würde ich sagen? und überlegte weiter: nein. ich will jemanden, der weiss, dass er mich will. und mich so auch anschauen und ansprechen kann. leute zu ihrem glück zwingen müssen impliziert ja, dass die zu zwingenden leute a) nicht wissen, dass ich ihr glück bin, b) die leute vielleicht ahnen, dass ich ihr glück sein könnte, aber dumm sind oder eine freundin haben. und eigentlich will ich mit weder a) noch b) noch einer kombiantion von a) und b) zusammensein, geschweige denn einen kaffee trinken. es ist ja schon so, dass man sein glück selbst in der hand hat, aber man braucht gewisse OK-schilder seiner umwelt, um dieses umzusetzen, dieses glück. glück hat bedingungen, ja. und solange diese nicht erfüllt sind, hilft alles spekulieren nichts.
muss jetzt ein bisschen an schicksal glauben.
und er hat ja so eine hässliche, hässliche handschrift.
and there are so, so many fish in the sea. das merkt man aber jeweils erst, wenn man dann mit seinem roten zusammen ist, gell.
all the love in the world but not too much.

Mittwoch, 28. Mai 2008

the loneliness of the long distance runner

der abend sollte im zeichen filmwissenschaftlicher literatur stehen. das wird er bald. mein problem ist nur: je mehr ich lese, je weniger verstehe ich. das einzig erfreuliche ist, dass ich in einem der leading directors des british new wave mein alter ego gefunden habe: "Er galt als intellektueller Regisseur, der zu einem didaktischen Ton und zur Intoleranz gegenüber Andersdenkenden neigte." schön, oder?
heute habe ich was gutes getan, confetti aufgepasst: da ich heute morgen verschlafen habe, konnte ich vor der uni nicht mehr ins büro meine arbeit ausdrucken, die ich ja heute abgeben sollte. deswegen sagte ich zur assistentin mit dem blumenjupe im institut für populäre kulturen: "ich bring ihn dir heute nachmittag vorbei." ok ok ok. als ich dann im büro war und die scheisse aus dem drucker sprang, nahm ich spontan das telefon in die hand und rief meine freunde beim veloblitz an. einmal hornbachstrasse - wiesenstrasse, darling. und schon stand ein schweissiger gelber (er war nicht chinese) bei mir in der offise, und ich sagte, ohne mich zu ihm umzudrehen: "the road leads where it's lead.". et voilà.
meine arbeit wurde also per kurier abgegeben und ich weiss so gut wie nie zuvor: der kontext ist der text.

love and satisfaction and on friday geht die luzi ab!

Dienstag, 27. Mai 2008

electricitycity goes to another city

müll in hamburg ist pink
ich habe ein zimmer in hamburg! und was für eines. 24 quadratmeter, parkett, waschmaschine in der küche. nur eine mitbewohnerin. ich kann bäume sehen von meinem zimmer aus. die gegend heisst: altona nord. scheinbar 5 minuten zur uni (wieso glauben leute, mich mit diesem argument überzeugen zu können?). im moment sehe ich hamburg etwasw zwiespältig entgegen: einerseits mit allergrösster freude und zuversicht - aufs neue, ungesehene, ungesprochene. andererseits will ich auf all das schöne, dass ich hier habe, nur schwer verzichten. und weiss: der bedarf danach wird in hamburg nicht schwinden. der wird auch gefüllt werden müssen. von wem und was? man hat angst vor dem alleinesein. man sieht ja hier an der uni die austausche auch immer alleine rumgammeln. irgendwie ist es den hier-studenten zu anstrengend, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. denn man weiss: die sind ja schon fast wieder weg. oder: die sprechen ja eh nur chinesisch.
die sprache wird bei mir auch nur ein vermeintlich nicht-existierendes problem darstellen. die werden alle denken, ich bin irgendsoein hinterwäldler, tiefstes bayern oder so. und ich werde ja so einen ungesunden patriotismus entwickeln. zürich-mässig. wir kennen das.

Montag, 26. Mai 2008

somebody somewhere


the boys are coming to town! confetti, i don't know if you like them, but if you do: they're visiting longstreet on your birthday. very pretty, funny, cute, little boys. check this out: www.myspace.com/cazalsuk (somebody somewhere)
ok not ok?
well i am dangerously in love. "is she here, is she finally here?" sings singerboy.

Sonntag, 25. Mai 2008

et boum.

gestern gegenüber auf der badenerstrasse. um 04:00 sangen und tanzten sie, ich wollte gar nimmer schlafen gehen.

heute dann kollision auf der badenerstrasse, beim lochergut, weisser kombi peng. scheisse, dass es sowas braucht, damit das quartier am sonntag nach was aussieht. bei unfällen verbünden sich die leute leichter. eine nachbarschaft entsteht, weil man quasi gemeinsam betroffen ist von einem geschehnis. sonst darf man ja nichts kommentieren. herrscht eigentlich kommunikationsverbot? wann wurde dies verhängt? ich war nicht hier. und wo ist der typ, der bei der verkündung dieser nachricht gerade auch schlief? wir könnten zusammen kommunizieren.
love and a brilliant week.

Samstag, 24. Mai 2008

il grande silenzio

ich bin völlig fasziniert von diesem film. italo-western, richtig brutal, mit bleibendem eindruck. der eine protagonist ist eine verdammte augenweide. der andere protagonist ist klaus kinski. und den mag ich einfach nicht, weil er aussieht wie ein blonder frankenstein und ganz krasse tobsuchtsanfälle kriegt aufm set. ich habe bei meiner recherche über den schönen darsteller: jean louis trintignant, herausgefunden, dass er der vater von der marie trintignant ist, die vor ein paar jahren von ihrem noir désir-freund verprügelt und so auch umgebracht wurde.
falls ihr gelegenheit habt, den film einmal zu schauen, so tut es. der "main theme" hat es mir auch angetan: ennio morricone hat komponiert, schaut hier: www.youtube.com/watch?v=30tXnk8Mfn4&feature=related
immer wieder diese aschenbrödel-musik über der landschaft, die solch grosse brutalität beherbergt. ja.

und for the update: der werber hat sich nicht gemeldet. und das nagt weniger an meinem ego als an meinem hirn: ich versteh nicht, wieso menschen das neue, fremde, andere denn so sehr fürchten. tut ihnen kommunikation weh? haben sie angst vor ansteckenden krankheiten? trug ich einen arafat-schal, als ich ihm meine nummer in die hand drückte? i can't possibly think why you would want your life to be so boring. by not melding yourself by me. und das geht hier wirklich nicht um mich. sondern um diese schockierende lustlosigkeit der menschen. keine abenteuer. keine fehler. oh! um himmels willen keine fehler. immer den sicheren weg nehmen, so kann mir niemand was anhaben. brauche keine ausflüge in deliria, diese meine kleine realität ist gut genug, why bother to make an effort.
you fucking get what you pay for. sometimes you're cheated, but that's part of the game. take it or leave it. if you leave it, then get out of my sight. you bore me.

Donnerstag, 22. Mai 2008

gottes kinder

es gibt leute, die so mitbewohner suchen (in hamburg. auszug):

Ich bin 25 Jahre alt, habe Jura mit Nebenfach Psychologie studiert und letztes Jahr mit dem Bachelor abgeschlossen.
Jura hat mir so gar nicht gefallen und deswegen möchte ich jetzt etwas anderes machen.
Ich interessiere mich für Psychologie, Soziologie + aktuelle gesellschaftliche Themen, Kunst, Fotografie Menschenrechts-, Umwelt-, Tierschutz, Yoga, Kultur & Reisen.
Ich bin nicht oberflächlich, muss aber auch nicht den ganzen Tag philosophierend Tee trinken.
Ich bin ein sehr fröhlicher und entspannter Mensch. Ich höre gerne elektronische Musik, gerne minimal, gerne experimentell aber auch mal ruhig.
Meine Brötchen verdiene ich mir momentan mit Aushilfsjobs in einer PR-Agentur, beim Spiegel und mit Messejobs.
Ansonsten bin ich noch umilitanter Vegetarier und Nichtraucher. Mülltrennung und Ökostrom fänd ich aber schon schön.
Wenn ihr auch Lust auf eine neue WG habt, schreibt mir ein bischen was über Euch an:

Mittwoch, 21. Mai 2008

did i forget to take my meds

make and then wait. waiting is expecting, no? always. to wait implicates a "something". it's always "waiting for something". but when that something is uncertain to ocurr, the waiting is an act of hoping. the verbs today are: waiting, expecting and hoping. smells like teen spirit to me.

Dienstag, 20. Mai 2008

die heiligen schriften

make love. manchmal höre ich diesen satz als imperativ in meinem kopf - wie zum beispiel vor einer stunde, wie ich dem hübschesten knaben in meiner näheren umgebung meine nummer in die hand drückte. es war so ein werber-anlass und ich war sowas von nicht-eingeladen. gaffte also ein bisschen durch die halle, trank fruchtsaft und ass gemüse im bierteig. alles in allem sehr profitabel. hätte ich pretty nicht mein kärtchen ins gesicht gestreckt.
ich meine, der hat mich ja schon angelächelt. und angeschaut. ziemlich oft. er war gemäss meiner einschätzung alleine da, ich stand mit zwei wohlfrisierten herren angepisst in der ecke, der ball sollte also mir gehören, oder? oh mein herz. was ich mir adrenalin durch den körper jage. sport ist für feiglinge, die richtig grossen kaliber verteilen visitenkärtchen. er stand schon nicht alleine da! ich musste ein ganzes grüppchen, also eine grüppchen-diskussion interrumpieren, um ihm die heilige schrift zu übergeben. er sagte: "danke." ich rannte weg.
und einen werber so anzumachen ist wie - zu denken, man seie natürlich schöner als scarlett johansson. klar.
make make make. ich bin gespannt.

Montag, 19. Mai 2008

the better sun


the heat. you live off dresses and suntan-lotion. you smell like aloe-vera forever. in the night you nourish your skin with something thick and lathery, so it can relieve itself from a day of sun.
in the evenings you wear a little cardigan with your dress, your body only cools off slowly, until midnight it keeps the day's heat gathered inside. your fingertips smell like sand and sweat, your body feels so much more comfortable to be in. it sort of says: look! inhabitant. i'm enjoying myself.
that of course is good to hear. so we have some guacamole and some key-lime pie, maybe a margarita.
let's go to miami.

Samstag, 17. Mai 2008

don't panic

wir sitzen beide auf meinem bett, es ist halb drei in der früh, ich trage ein türkises pyjama-kleidchen. bevor er kam, habe ich mir schnell überm brünneli die beine rasiert und mir mühe gegeben, die schläfrigkeit nicht aus meinem gesicht zu vertreiben. die steht jeder frau gut.
nun zieht er sich seine hellgrünen adidas aus und ich kommentiere: "du bist stinkbesoffen." "he das ist so unfair. du bist so eine sau. ich hab gedacht, du wärst auch aus und trinken. aber du bist einfach nüchtern." "ich fühl mich wie pfarrer sieber." "pfuusbus?" "ja." "stört es dich, wenn ich mein t-shirt ausziehe? riecht so sehr nach rauch." ich lege mich hin und strecke meine beine in die höhe. zum glück hatte ich mir aus langeweile meine zehen schwarz lackiert. oben-ohne dreht sich zu mir. "kannst du bitte deine beine runternehmen." "wieso?" "es irritiert mich." ich senke meine beine aufs bett und verschränke meine hände überm bauch. wir liegen da wie paula und felipe am strand in rimini, nur zum glück im dunkeln. er greift nach meiner hand. ich finds schön. ich fühl mich aber wie eine zuhälterin. er betrunken, ich nüchtern, er vergeben, ich nicht. wissen in form von nüchternheit ist: macht. dieses thema würde ich dann später in der nacht aufgreifen.
wir küssen und halten einander, irgendwie senkt sich sein blutalkoholpegel, ich freue mich über ein paar schwarze flecken an seinen oberarmen und beinen, tattoos, ich kann ihre genauen thematiken nicht ausmachen im dunkeln. wir erzählen uns von gelüsten und obsessionen, ich frage: "wie oft hat man denn so sex in einer beziehung?" und er antwortet: "ist ganz unterschiedlich. manchmal fünf mal die woche, manchmal zwei mal im monat. die lust auf eine person, mit der man schon ein bisschen zusammen ist, kommt ausm kopf. entsteht im kopf und wandert weiter." "wann hattest du das letzte mal sex?" "letzte woche. guter sex. so im halbschlaf. ich versuch dann jeweils, möglichst halbschlafend zu bleiben, das ist das beste. und du? hast du einen liebhaber?" "nein." "aber du unterhältst dich selbst?"
wir räkeln uns, bis es hell wird. dann schlafen wir dreiviertelstunden. "was machen wir bloss?" "also solange du das mit deinem gewissen ausmachen kannst... ist es egal, was wir machen." "weisst du, wir hätten diese nacht richtig guten sex haben können. so richtig unvergesslichen, triumphierenden sex." "du warst betrunken." "egal, es hat gestimmt." "du würdest es jetzt bereuen." "schlafen wir mal noch miteinander?" "ja." "wann?"
schöne, offene frage. wann? sex, wann? mit dir, wann? nüchtern, angetrunken? bei mir?
er hat schon wieder seine lederjacke an, ich stehe wieder in dem türkisfarbenen ding, wir umarmen uns, man könnte meinen, er verreise. wenn man einen vergebenen verabschiedet, verabschiedet man ihn immer ins ungewisse. und auch er: er weiss nicht, ob er jemals wieder arschloch genug sein wird, um nochmals in mein bett zu finden. betrunken genug wahrscheinlich schon.
es ist eine verabschiedung in einen luftleeren raum für mich und für ihn - nun, ich denke - in einen langen, langen katerzustand. und bekanntlich: schmerzmittel lindern den schmerz. die krankheit geht durch sie nicht weg.

vorhin hab ich "don't panic" von coldplay gehört. ich wünsche es ihm. einfach weil ich mit leuten sympathisiere, die nicht wissen, was sie wollen. und die mit mir schlafen möchten.

Mittwoch, 14. Mai 2008

montage

my head thinks it lives here

es gibt zwei sorten frauen: die eine und die andere. die frau und die andere frau. die freundin und die affäre. die richtige und die gute. meine mitbewohnerin sagte kürzlich zu mir: "du bist eben eine affäre. ich bin eine freundin. das hat beides seine nachteile, aber ich gewinne letztendlich." und es stimmt so. eine affäre zu haben ist nichts anderes, als den weg wieder zurückzugehen, zurück nach hause. wie die stereophonics einst ihr schönes album betitelten: "you gotta go there to come back". so ists auch mit dem fremdgehen. ist mittel zu dem zweck, wieder zur freundin zurückzukehren (zu wollen).
und affären, die keine bleiben, sind auch scheisse. die gesunden männer sind die beziehungs-pausierten männer; diejenigen, die sich einmal freiwillig fürs alleinesein entschieden haben. das zeugt von charakterstärke. aber die sorte mann (es existiert natürlicherweise ein weibliches pendant), deren freundinnen alles einmal affären waren: fuck you very much. ich finde: man soll nicht vergleich brauchen, um zu wissen, was man hat, und auch nicht um herauszufinden, was man nicht hat. ein herz ist auch nicht dumm.

Dienstag, 13. Mai 2008

do the right thing

room with a view. ist es nicht schön hier?
das ist schlechte werbung. das ist ein scheiss layout. scheiss cadrage. scheiss art direction. sieht jemand den blumentopf, der dem schlecht gecasteten vater auf den kopf zu fallen droht? kennen wir nicht alle schon die mobiliar-werbungen? waren die nicht früher und sind besser aber finden wir nicht schon ihre immer-wieder-neuauflagen der "schadenskizze"-kampagne ein bisschen too much? überholt? etwas zum nachdenken.
ich wollte eigentlich nip/tuck schauen, aber das ist auch gut. ich habe mir heute skype runtergeladen. ich bin so ein taugenichts. meine zehennägel brauchen noch eine zweite runde schwarzen lack. sie machen grad eine gothic-phase durch. wird schon wieder rot.
gute nacht, ich freu mich aufs frühstück.
tender loving care.

Montag, 12. Mai 2008

away from here



away from here und in den kanton aargau, um genau zu sein. es ist muttertag und wir essen und gehen wildschweinbabies anschauen. in der kirche singen sie gospel, mir ist in meinen turnschuhen und jeans viel zu heiss, der stürmische abend kommt gerade recht. ernüchternd.
frohen mutes mich in roca wear, goa-shirt und per velo zum goldbrunnenplatz aufgemacht, um mir einen schönen film auszuleihen. aber das velo geht nimmer. es ist kaputt. ich musste es stossen. ich habe es am goldbrunnenplatz gelassen. dann habe ich mir "short cuts" von robert altman geholt. der ging etwa drei stunden. aber super, muss man gesehen haben, ist wahrscheinlich die vorlage, für "magnolia", "l.a. crash" und "leben und lieben in l.a.". zufall, schicksal, leid, liebe, wahrheit und die grosse, grosse stadt als übermutter aller.
oh ich mag amerikanische filme gut. ich mag die städte, die gewohnheiten, die autos, die pappe-häuser, die backyards, die grossen kaffees, die dreckigen storage-gebäude, ich mag alles, was man wissen müsste, um da culture-studies betreiben zu wollen.
und ich sehne mich ein bisschen danach.

the sun! the suntanlotion and the istegade-sunglasses.

love and truth, j.

Mittwoch, 7. Mai 2008

i don't need uni i've got taste to make me the money

is that so, jessica?

heute morgen beim kafiklatsch hat mir yves mitgeteilt, dass der 100-kg-mann mit einer 50-jährigen verheiratet ist, die 5 kinder hat. ok fine wih me.
habt ihr euch alle das tolle lied angehört von poney poney? ist ein bisschen phoenix-like. wundert mich nicht, franzosen betrinken sich alle mit dem gleichen scheiss und tragen zu enge hosen und zu weite hemden. sobald ein franzose genug haare auf dem kopf hat, um ungekämmt auszusehen, sobald ein franzose sich zum ersten mal in einem hellblauen hemd sieht, sobald des franzosen primäre geschlechtsmerkmale ausgeprägt genug sind, hedi slimanes anzüge dekorativ innenauszustatten: schnallt er sich ein drumkit um und wartet auf den besten sex seines lebens.
wobei wir diese rituale hier auch und ähnlich betreiben. aber die franzosen sehen halt latent aus, als hätten sie soeben eine gastrokritik geschrieben oder einen fotoband zu confettis brüsten herausgegeben. das ist ihr vorsprung. das ist meine schleichende weisheit.
ok let's push things forward. ich sage: lasst uns ein heft herausgeben. print. es gibt zu viele franzosen, die nicht unerwähnt bleiben dürfen.

Dienstag, 6. Mai 2008

neighbourhood kids

yes hello!
www.myspace.com/poneyponey -> cross the fader.
uh uh uh. und ich habe einen neuen naaachbarn. so ein lockenkopf der hemden trägt. he looks like the fucking strokes playing for the coppolas in paris. ich hab heute ja so lange und gründlich abgewaschen und die balkontüre offen gehabt zu meinem theater. das begrüssungsritual wird gehalten durch die dame mit den rosa gummihandschuhen im vierten stock rechts.
heute auch CSI 8008 zürich. ich komme so ins bürölein und finde zwei männer vor, die nicht in meinem büro arbeiten. den einen kenne ich, ok, küsse, aber der typ am schnittplatz mit dem spezialkeyboard und dem kopftuch - hello? anybody? "dani" "jessica, freut mi." official title: cutter. editor. etwa 1.90, raucher, kaffeetrinker, cutter, kopftuchträger, pirat, zürcher, etwa 95 kg oder auch 100 kg, yves meinte: der wär doch was für dich. und bevor mir der gute yves diese option ausbereitet hatte, war der cutter mir als potentieller lustknabe auch gar nicht in den sinn gekommen. aber der yves liess mich studieren und zum schluss kommen: oh! welch aufregende vorstellung.
vielleicht seh ich ihn irgendwann wieder. vielleicht auch nicht. aber es war schön, ihn angelächelt zu haben.

sending the most precious love.
allegra elektra.

Freitag, 2. Mai 2008

ist heute ein feiertag? teil 2.

als ich vorhin so unter der dusche stand und die zutaten des sanddorn-duschgels studierte, das ich zu weihnachten von meiner tante bea bekommen hatte, dachte ich an die bäckeranlage heute und stellte fest: was für eine schöne idee. so sieben, acht menschen, die vanillegipfel und luzerner rahmkäse dabeihatten, die NZZ lasen oder nichtlasen, ihre privaten körperteile erklärten und/oder gesellschaftstauglich zu machen versuchten, kaffetranken. what a pretty, pretty sight on such a peculiar friday afternoon. thank goodness for the good souls, that make life better.