Montag, 29. Oktober 2007

the bigger awakening


und es ist montagmorgen, ja! das seefeld ist immer noch eine wüste, wo sind die cowboys?
meine strümpfe sind violett und ich friere an die beine.
das wochenende. es war überraschend. ich bereue, es nur mit meinem unzurechnungsfähigen selbst und nicht noch mit einer kamera aufgenommen zu haben. der vergangene samstagabend sollte massstab für alle samstagabende sein. dreckig aber ehrlich.
ich finde "gangbang ohne sex" eine gute beschreibung. and the gang banged. confetti meinte, wenn sich die gang wieder sähe, würde das in einer orgie und unter der dusche enden. ich finde: nein, das konzept "ohne sex" hat eigentlich auf die dauer ganz gute überlebenschancen.
man kann sich fragen: ist sowas ok? sollte ich mich fragen: war es ok? muss ich mich schämen? sollte es mir peinlich sein, dass ganz zürich mir beim simultanen rumknutschen mit diversen teilnehmern zugeschaut hat? oder sollte ich daraus lernen? (frauen küssen besser.)
wie erwähnt, ich finde es ehrlich. ich finde mich und die diversen teilnehmenden ehrlich, die samstagabend das taten, was ihnen der liebe herrgott selbst auferlegt hat: balzibalzi. wir haben nichts zu verlieren und alles zu gewinnen. das dürfen wir nicht vergessen. die wahrheit wird früh genug kommen. and then you should believe it.

believethetruth.com

Dienstag, 23. Oktober 2007

the big sleep

vorhin steh ich so an der nürenbergstrasse und warte auf meine liebste 33, da fährt ein töffli an mir vorbei. mit einem pizzawärmekasten hinten drauf. mit einem "L" hinten drauf. mit einem BE-nummernschild. eine selbstbewusste person!
selbstbewusstsein spürten auch confetti und ich heute unter der polyterrasse - nur leider ist dieses selbstbewusstsein unserm richtigen empfinden nach fehl am platz. langsame menschen, menschen mit unlesbaren schriftzügen auf ihren kleidungsstücken (ich werde den schriftzüge-ausnahmefällen einen extra blogeintrag widmen.), latte macchiatos, menschen, von denen man weiss, dass das ihr einzig "lässes" trainerjäggli ist, wirtschaftsstudenten. wer geht da noch in den zoo?
ich geh auch nur in den zoo, wenn ich einen ernsthaftigen anflug von etwas sturm und drang ähnlichem habe und mich dabei ein blonder mann mit costume national schuhen begleitet. für solche momente sind übrigens wegwerfkameras erfunden worden.
ahja, und da es bekanntlich nimmer so stürmt und drängt für den costume national, möchte ich meine fürchterlichkeit ein bisschen reger im kafischnaps verbreiten. da habe ich heute einen mann gesehen, der mich auch gesehen hat. er trug eine brille und einen mantel, trank espresso und - war nichts lustiges. mir war langweilig.

und jetzt schenkt euch noch ein glas vollmilch ein, gute nacht.

Sonntag, 21. Oktober 2007

im tagimagi

artikel über mads mikkelsen. centerfold-bildli kills me.
disfruta.dk

now you get me down

es läuft "again" von archive.
und so ist es. ich komme sonntagabend nach hause von einem wochenende - wo? wo war ich? you're killing me again. das ist ein selbstgespräch. ich habe gedacht und gehofft, dass ich mich jetzt anders fühlen würde. jetzt, am sonntagabend. jetzt, nach einem wochenende in einem fremden bett, in fremden händen. ich habe gedacht, das fremde würde zu was bekanntem werden, aber es bleibt fremd.
und deswegen muss ich doch hier einen strich ziehen.
hier muss ich mir sagen: ich habe dem fremden eine chance gegeben. ich habe mir eine chance gegeben. und nichts ist passiert. ich fühle mich unbegehrter denn je, nach diesem wochenende voller begehren und begierde, alles war da, alles war gut, alles fühlte sich mehr als gut an, und nichts davon bleibt. nichts davon ist geblieben. es haftet nicht an mir. es haftet nicht an ihm. wir sind bloss zwei weitere verlorengegangene. zwei aneinander verlorengegangene. gescheiterte.
wird noch ein solches wochenende kommen? es soll nicht. es macht mich körperlich ganz, ganz hilflos. ich bin müde. ich bin traurig.
ich fühle mich krank.

und jetzt bitte alle mal lächeln.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

nachher hör ich auf.

ist jetzt wirklich jemand mit einem gelben volvo und einem an dessen fenster klebenden zettel "wanted: good woman" vorbeigefahren?

so i'm gonna buy a gun and start a war, if you can find something worth fighting for.

dotcom

es ist nachmittag. halb vier, ich brenne eine dvd nach der anderen und hoffe, dass last.fm etwas blutiges spielt. bin alleine hier und es passieren männer mit gereinigten hemden das büro, in lange plastikhüllen gepackt, ich hätte auch darauf kommen sollen, einen cleaning store aufzumachen.
oh, disc wants to eject. i let it eject. hello.
auf dem nachhauseweg werde ich mir endgültig eine verdammte platinblonde perücke kaufen. ficken könnt ihr euch. wirklich. ich mag nicht länger. ich werde jeden tag älter. ich werde jeden tag selbstreflexiver (?) und werde es mir darum in zukunft nicht mehr erlauben können, wildfremden menschen zu sagen, dass ich in sie verliebt bin. das tut man nicht. man schreibt auch keinen männern telefonnummern quer über ihre körperteile, das tut man nicht. auch nummer in hand drücken. alles schon praktiziert und gespürt, fuck paragliding!
ok, athlete, wires. das ist nett von last.fm.
wieso gehen männer transformers schauen oder ins "training" (was versuchst du zu verstecken? deine unfähigkeit, mich zum lachen zu bringen?) anstelle einer besichtigung der hardbrücke by night? sind meine ansprüche so vermessen? hoch? schräg? unangebracht? ich weiss nicht ob ich sex will, liebe, ich weiss nicht was ich will, aber ich will sehen, dass du nicht tot bist. dass du weisst, wo man briefmarken kauft. wie man cds brennt. wie man anruft und fragt: "wie geht's?". ich will wissen, dass du weisst, dass du mich anfassen darfst. am paradeplatz.
fuck paragliding.

und nach albisrieden: wann geht der flieger?

if you can't open it with your hands, try it with your teeth.

dachte sie, und führte die packung dvd-r zu ihrem munde hin.

Montag, 15. Oktober 2007

cry for me argentina


i have a blitz problem. und was ich auch noch sagen wollte: adieu vegetarismus.


heute bin ich so müde, dass ich mich quasi betrunken fühle. ich lalle. ich kann nicht gerade stehen. ich schaue fremden menschen lüstern in die augen. ich will im bus meine schuhe ausziehen.
schlaf und essen sind die einzigen zwei dinge, die einen beständigen wert haben. sie werden nie an letzterem verlieren, egal wie scheisse es uns ansonsten geht. es ist immer, immer schön, in ein luxemburgerli zu beissen. so wie es immer, überimmer schön ist, zu schlafen, wenn man müde ist.
ich hatte am albisriederplatz gerade noch genug sensationsgeilheit (ich weiss, ich verwende dieses wort hier nicht kontextgerecht. aber es soll jetzt so sein.), obiges foto zu schiessen.
und an alle schlafenden: this is the real shit.

Sonntag, 14. Oktober 2007

früchtchen


wer kommt mit?

dies ist eine hommage an meine schönen freunde.
liebe freunde! ich freu mich über euch. ich freu mich auf euch, erfreue mich an euch, finde euch freundlich. discoteca brillianza im wohnzimmer oder raclette mit pink-roten blumen auf dem tisch, nächtliche hardbrücke-fanclubs und anti-masturbationsgruppierungen. die frage "was machen wir?" existiert nicht. denn die antwort: "wir fahren jetzt in einen anderen kanton und schauen, was passiert." eilt latent voraus und ist gedankengut eines jeden schönen freundes von mir.
die gemütszustände, die aufeinandertreffen, sollten nobelpreise für akrobatik erhalten - wir sind müde, aufgeregt, betrunken, in paris, schön, lüstern, streng, rot, barfuss, am abwaschen.

und in alle himmelsrichtungen: love.

coffee and calories


wo ist denn nun das weite, teil 2.

sonntagmorgendliche laune in meinem zimmer, ich trinke bouillon. nachher geh ich ins bett und steh wieder auf, um mit meiner mama zur confettimama zu fahren, mit confetti.
im elften stock des locherguts raucht ein herr und schaut über zürich. wie sieht es von da oben aus? ich bin den geleisen nach nach hause gegangen, es prangte ein graffiti vor dem zugtunnel und unter dem lochergut: "schöns züri". ja, heute morgen war zürich gut zu mir. gutmütig, nachsichtig, bemutternd.
ist einfach ein bisschen doof so an der badenerstrasse wird man schnell für eine nutte gehalten. um 08:00 mit hohen absätzen und einem kleinen handtäschchen, dass mir um den arsch herumbambelt.

und nach albisrieden: des amours.

Freitag, 12. Oktober 2007

Donnerstag, 11. Oktober 2007

ich wäre ein guter diktator!

ich habe kein geld und vor allem habe ich prinzipien! ich gebe kein trinkgeld, wenn ich an der bar bestellen muss! und ich unterstütze keine arbeitslosen! wenn man in der schweiz arbeitslos ist, hat man selbst ein problem - das system ist es sicher nicht! es ist idiotensicher! ich möchte diesen gedanken nicht weiter ausformulieren müssen!
und trotzdem habe ich heute verdammte 10.- für scheisskekse ausgegeben, die mir ein arschloch auf der strasse - im seefeld - angedreht hat! der typ hat keinen job, kann aber verkaufen wie der mediamarkt! gut, man muss auch sagen: ich bin selber blöd! ICH BIN SELBER BLÖD! hätte ja einfach sagen können, dass ich studi und so, dass ich lieber sushi fresse als seine scheissvollkornkekse, dass ich prinzipien habe, und dass zu diesen prinzipien gehört, keine arbeitslosen zu unterstützen! dieses arschloch hat meine prinzipien hintergangen und jetzt bin ICH pleite und muss auf der badenerstrasse kekse verkaufen gehen!

Dienstag, 9. Oktober 2007

zürich, hardbrücke


pretend that you love me


marie die magd schaute ganz verdutzt, als confetti ihr den namen ihres lieblings mittelalter-pornos bekanntgab. ich richtete meine brüste auf und griff nach mehreren m&m's gleichzeitig. wir werden nämlich ab heute von selecta gesponsert. am limmatplatz wurde der vertrag unterschrieben, wir schrien insbrünstig halleluja.
jedenfalls sagte dann confetti: komm, ich will dir jetzt das transformers-tattoo auf meinem arsch zeigen. ich: jaja, komme gleich. confetti: nein jetzt.
also liessen wir marie die magd alleine zurück und sodann in der toilette eingetroffen befahl ich: hosen runter, sofort. confetti meinte dazu: nein, komm, wir nehmen eine kabine, da kann ich absitzen, wenn ich lachen muss. ich: ok. confetti und ich schliessen uns also in eine kabine, etc.
marie die magd hatte in der zwischenzeit einen plan ausgeheckt: denn als wir zurückkamen, stand sie mit roberto blanco auf dem tisch und sang "my heart will go on". wir glaubten ihr nicht.
später, auf der hardbrücke, als wir alle unsere hosen wieder anhatten, verliebte ich mich. es geschah sehr schnell. ich bin sehr verliebt. wo bist du?

und nach albisrieden: many love.

Montag, 8. Oktober 2007

is there such a thing like a bad hair life?


oh really?


i'm eating cereal because there's nothing else to eat here and i don't feel like another bar of dark cooking chocolate. i've watched a movie, done laundry, made phonecalls. and i rehearsed my paper in the office, this afternoon. i felt like a talkmaster, i felt good. i think i'd be a good talkmaster, very talkative, asking questions that sound incredibly intelligent when they really aren't. that's how i do things anyway. make them seem incredibly intelligent. but the truth is, i'm just a master of disguise.
so the cereal's gone - what do i do now? rehearse again? will i be overdressed if i wear a tight, pink skirt to hold my paper tomorrow? when the thing is: this one time i really got into what the paper's on. it's about a director. with a really unspectacular name, i really don't know how i got into him and his life. his films are too long. and they're political.
i'll be happy tomorrow evening, when everything's over, when tuesday let's me go to bed and wait for wednesday, which will not be very different from today or tomorrow, but just another day. why does the following day always seem so much more promising? and why do i keep thinking, every day: i'll do it better tomorrow. i'll buy that nice mirror tomorrow. i'll write her a postcard tomorrow. i'll wear my purple stockings tomorrow.
i'll wake up tomorrow.

Sonntag, 7. Oktober 2007

ich mag hellgrün



an der darauffolgenden strassenecke stand ein sommersprossiger blöndling, der mich grüsste. ich konnte mich bei ihm nicht entscheiden: penner oder segeltörn? manchmal verwischen sich die feinen unterschiede und ich stehe wie heute aufgeschmissen meinen neunten sinn suchend vor einem anständigen menschen und weiss nicht, was ich mit seinen schuhen anfangen soll.
ich sagte "hallo" und ging weiter.

Samstag, 6. Oktober 2007

kbh

die strassen sind lang, der tag unerschöpflich, überall licht und menschen hinter tresen, von denen man glaubt, sie hätten heute ihren ersten arbeitstag. sie lächeln und sprechen gutes englisch, dann spricht auch der tischnachbar gutes englisch und auf einmal tanzt man in einem klub an einer langen strasse mit einem blonden, lustigen mann zu bedeutend weniger lustigen musik, aber es ist lustig. man gibt dem blonden mann und seinen anhängern wirre namen, an die man sich dann lachend erinnert - diese übernamen, diese anhängerschaft, dieses nächtliche pläuscheln mit dänischen akrobaten, die das wunderbarste englisch aller zeiten sprechen - das ist es einfach. wir werden uns auch immer so an die lange strasse zurückerinnern, als wäre sie aus lego von uns selbst gebaut worden, als wir noch nüchtern waren.

logik.dk

home


"this girl has inner beauty"


freitagabende sind gut, denn freitagabende sind freitagabende und nicht samstagabende.
das xenix ist eine hurerei, prostitution, wo man hinsieht.
ich bin so glücklich, da zu wohnen, wo ich wohne. hier ist es gut. der auslandschweizer hatte einen schriftzug über seinem tisch hängen: "nowhere like this place." das tönte für mich wie die liebe.
wo ich schlafe, ist wo ich mich sicher fühle. wo ich mich zu schlafen entscheide, ist, wo ich vertrauen hinstecke. und bei uns zu hause hing ein bild: "home is where the heart is." tut man nun das herz dahin, wo das zuhause ist, oder geht man dahin, wo das herz ist?
das problem ist, dass unsereins gerne mal ein paar herzen in der weltgeschichte herumstreut, um dann möglichst berechtigt "home is where the heart is" auszuführen. wegzugehen. zu verschwinden. ich komm zu dir.

die hurerei ist das ehrlichste gewerbe der welt.

liebesgrüsse aus meinem bett.

Mittwoch, 3. Oktober 2007

do armed robbers have love affairs?

ich weiss es nicht. sie sollten es! mit mir und den andern.
heute habe ich mads mikkelsen posing for h&m entdeckt. ich weiss noch nicht wie ich es anstellen werde, aber meine kinder werden ihm ähnlich sehen.
heute abend: "shortbus" und "essen bis wir einschlafen", zitat confetti. meine freunde mögen es, wenn ich sie zitiere. sie sagen ja auch wichtige dinge.
was sind denn nun diese wichtigen dinge? was interessiert uns? dazu ist mir heute spontan eingefallen: bornholm. inseln interessieren mich. spezifisch solche in kühlen meeren, vor allem solche, auf denen mein ex robin hood in wolford herumgetümpelt ist.
wenn meine mama den mads im nzz folio, übrigens, sieht, wird sie mich sofort anrufen: "HAVE YOU SEEN WHO IS MODELING FOR H&M THIS SEASON!"

armedrobbersshouldhaveloveaffairslikecrazy.co.uk

Dienstag, 2. Oktober 2007

der kinderwagen


wo ist denn nun das weite?

sonntag. ich möchte noch schnell auf sonntag zu sprechen kommen. ich bin ein bisschen im verzug, doch in der zwischenzeit ist eh nichts spannendes passiert ausser ein neues duschgel, also: sonntag.
wir waren müde, wir hatten nicht geschlafen, denn vor sonntag war gekommen: samstag. wir entschliessen uns zu einer expedition ins grüne und hohe. der koch beschrieb unser vorhaben so: "wir fahren hier mal ein bisschen rum, suchen einen hügel, fahren da rauf, steigen aus, stehen auf dem hügel, steigen wieder ein und fahren nach hause."
und genau so war's. perfekt. wäre zuoberst auf dem hügel tatsächlich ein selecta-automat gestanden - ich hätte ihn (den hügel) zum paradies deklariert.
zum abschluss hüpften einige von uns barfuss durch die heide.
das kann man auf dem bild leider nicht erkennen.
trotzdem und somit spreche ich den sonntag heilig. es war wie eine kindheitserinnerung, die wir eben da kreierten. und uns so im kopf bleiben wird. als kindheitserinnerung. aus einer zeit, wie marie, confetti, der koch und elettra noch klein waren.