du gehst in eine andere stadt. geil. pack deine sachen. verabschiede dich. lass alles zurück, sei erlöst. mutig, stolz und stark. gehen ist einfacher als ankommen. man verlässt eine situation, mit der man vertraut ist. oder auch jemanden, mit dem man vertraut ist. wo man anschliessend ankommt - in einer unkontrollierbaren, unvertrauten, neuen situation. so richtig die entscheidung war, zu gehen, ankommen ist immer unberechenbar.
stell den koffer ab. hier bist du. dafür hast du dein altes leben eingetauscht. im ende wohnt man in einem zimmer, in einem bett, nicht in einer stadt. im ende kommt man immer durch eine tür und schliesst hinter sich ab. schliesst die stadt aus, in die man gezogen ist. die man als abstraktes überdings vor augen gehabt hat, aber das nichts zu gutem schlaf beitragen kann.
städte sind austauschbar. sie sind alle gleich. sie bestehen aus infrastrukturen, klischees, gebäuden, wasser. menschen, die sich dieser infrastrukturen bedienen, die klischees bestätigen, in den gebäuden wohnen und arbeiten, am wasser joggen oder fressen. kommt also jemand in ne andere stadt. neu. geil. anders. ein neuer konsum. ein neuer zapfhahn, neue gerüche, treppenhäuser riechen überall anders. aber das spielt keine rolle. da ist diese andere stadt. da bist du. ihr habt nichts miteinander zu tun.

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